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Statiker vom THW angefordert / Bekanntschaft mit "Dracula" gemacht

Alle 52 Minuten ein Einsatz - Feuer richtet großen Schaden an

veröffentlicht am 10.11.2013 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

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Hameln (ube). 31 Feuermeldungen, technische Hilfeleistungen und Rettungseinsätze innerhalb von nur 27 Stunden – die Hamelner Feuerwehr ist in der Zeit von Freitagabend bis Samstagabend durchschnittlich alle 52 Minuten ausgerückt. Am Langen Kreuz richtete ein Feuer großen Schaden an. Die Feuerwehr forderte beim Technischen Hilfswerk einen Statiker an, weil sich im Mauerwerk teils fingerdicke Risse gebildet hatten.

 Eine solche Häufung von Alarmen kommt nur sehr selten vor. Die Rettungswagen der Wachbereitschaft sind 22-mal zu Menschen in Not geschickt worden. Dreimal wurde die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs von Notarzt-Teams angefordert – Türen, hinter denen Kranke und Verletzte lagen, mussten geöffnet oder besonders schwere Patienten zu Rettungswagen getragen werden. Es gab aber auch böswillige Alarmierungen und Fehlalarme.
 Vom Lidl-Parkplatz an der Ohsener Straße aus hatte ein Mann im Bereich eines Daches außergewöhnlich viel Qualm aufsteigen sehen und den Notruf 112 gewählt. Die Leitstelle ging von einem Schornsteinbrand aus und schickte die Wachbereitschaft zu dem Haus. Mithilfe der Drehleiter kontrollierten die Feuerwehrleute den Schlot. Einen Rußbrand habe man nicht entdecken können, sagte Hauptbrandmeister Andreas Kracht. Noch während des Einsatzes wurde das Tanklöschfahrzeug zu einem medizinischen Notfall in der Altstadt gerufen. Rettungsassistenten des DRK hatten die Feuerwehr angefordert, weil sie zunächst nicht in eine Wohnung kamen, in der sich eine Schwerkranke befand.
 Eine Viertelstunde später schlug im Klütturm-Restaurant die Brandmeldeanlage Alarm. Der Löschzug fuhr auf den Hamelner Hausberg, um in dem Gebäude die Lage zu erkunden. Die Männer mussten schmunzeln, als sie erfuhren, warum der Rauchmelder ausgelöst hatte: Während eines Grusel-Dinners hatte man eine Nebelmaschine angeworfen. „Wir haben dort oben sogar Bekanntschaft mit Graf Dracula gemacht“, erzählt Kracht.
 Am Langen Kreuz stand dreieinhalb Stunden später eine Garage in Flammen. Die Polizei geht in diesem Fall auch der Frage nach, ob sich kurz vor Beginn des Löscheinsatzes eine Verpuffung oder eine Explosion ereignet hat (siehe Bericht auf Seite 11).
 Am frühen Samstagmorgen wurde die Wachbereitschaft zu einem Mehrfamilienhaus an der Alten Marktstraße gerufen. Um 3.19 Uhr hatte jemand im Treppenhaus einen Feuermelder eingeschlagen. Gebrannt hat es dort nicht.
 Zwei Stunden später öffneten Feuerwehrleute im Basbergviertel eine Tür: Eine Frau lag verletzt in ihrer Wohnung, konnte dem Notarzt-Team, das ihr helfen wollte, nicht öffnen.
 Manchmal ist die Feuerwehr Mädchen für alles: Am Wehler Weg mussten die Helfer um kurz vor 9 einen umgestürzten Altkleider-Container wiederaufrichten. Ebenfalls in der Nordstadt galt es am Samstagmittag, eine Kranke zum Rettungswagen zu bringen. Sanitäter hatten bei der Feuerwehr um Tragehilfe gebeten.
 Am Abend rief ein Mann um 20.43 Uhr bei der Leitstelle an und meldete, er habe in einem Supermarkt am Hefehof Feuerschein gesehen. Die Feuerwehr rückte aus, konnte aber keinen Brand entdecken. Die Polizei fahndet nach dem Anrufer.

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  • Löscheinsatz am Langen Kreuz in Hameln: In dieser Garage verbrannten auch zwei Motorräder. Hat es eine Explosion gegeben? Foto: ube
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  • Feuerwehreinsatz an der Ohsener Straße: Von der Drehleiter aus inspizieren zwei Brandmeister die Lage: Foto: ube


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