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2. Stadthäger Sicherheitskonferenz

Alkoholkonsum gerät vermehrt ins Visier der Polizei

Stadthagen (jl). Derüberbordende Alkoholgenuss bei öffentlichen Veranstaltungen gerät verstärkt ins Visier der Polizei und ihrer kommunalen Partner in und um Stadthagen. Weil Alkohol als Auslöser von Gewalt gilt, soll nach den Abifeten in der Stadthäger Festhalle auf Beschluss der 2. Stadthäger Sicherheitskonferenz als nächstes der diesjährige Wiedensahler Martinimarkt genutzt werden, um "Signale auszusenden", wie es Polizeichef Mathias Schröder in einem Pressegespräch formulierte.

veröffentlicht am 11.04.2008 um 00:00 Uhr

Ausgangspunkt der Beratung, an der außer den Gastgebern Stadthagen und Polizei auch Vertreter des Landkreises sowie der Samtgemeinden Lindhorst, Sachsenhagen und Niedernwöhren teilgenommen haben, war der Kriminalitätsbericht für 2007. Wie berichtet, hatte es im vergangenen Jahr auffällig viele Gewalttaten von Jugendlichen gegeben, denen intensiver Alkoholgenuss unter den jungen Leuten vorausgegangen war. An einer Stelle, bei den Abi feten, ist dagegen nach Schröders Einschätzung mit dem seit einigen Monaten verwendeten Einsatzkonzept von Polizei, Stadt und Landkreis erfolgreich gegengesteuert worden. Bei dieser Sache hätten die Schulen gut mitgearbeitet, indem sie beispielsweise die so genannten "Happy Hours" nach Mitternacht abgeschafft hätten. Dabei waren früher alkoholische Getränke zu reduzierten Preisen ausgeschänkt worden. Jetzt werde von den Sicherheitskräften der jeweiligen Veranstalter verstärkt darauf geachtet, dass bereits bei Beginn der Veranstaltungen stark alkoholisierte Besucher gleich draußen vor der Tür bleiben. "Wie gehen wir mit dem Alkohol um", hatten die Veranstaltungsteilnehmer laut Schröder gefragt und den Blick auf den Martinimarkt gerichtet. Mit der Samtgemeinde Niedernwöhren sei vereinbart worden, dass beim diesjährigen Trubel im Wilhelm-Busch-Dorf Zeichen gesetzt werden sollen. "Keine starke Polizeipräsenz", soll es laut Schröder an dem besagten Tag imNovember geben - aber ein verstärktes Augenmerk auf Alkoholkonsum. Eingebunden werden in die Aktion sollen vor allem die Leute an den Zapfhähnen, die dann beispielsweise Zechern beizeiten bedeuten sollen, dass jetzt genug getrunken sei. Vor allem solle das Augenmerk jungen Alkoholkonsumenten gelten.



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