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Vier Frauen ins Krankenhaus eingeliefert / ABC-Experten können Chemikalie nicht identifizieren / TÜV rückt an

Alarm bei Aerzener Maschinenfabrik: Reizgas in Kantine

Aerzen (ube). In der Kantine der Aerzener Maschinenfabrik ist gestern Vormittag ein bislang noch unbekannter chemischer Stoff entwichen. Vier Frauen wurden mit Rettungswagen des Roten Kreuzes in die Notaufnahme des Hamelner Kreiskrankenhauses an der Weser eingeliefert. Nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln hatten sieüber Kratzen im Hals und brennende Augen geklagt. Die Symptome deuten auf ein Gas hin, das die Atemwege reizt. Am Einsatzort hieß es, die Verletzten hätten auch von einem "pelzigen Gefühl" auf der Zunge gesprochen. Am Nachmittag konnten die Angestellten der Catering-Firma die Klinik verlassen.

veröffentlicht am 07.09.2007 um 00:00 Uhr

Experten des ABC-Zuges haben sich mit schwerem Atemschutz ausger

Bei Redaktionsschluss stand immer noch nicht fest, um welche unsichtbare Substanz es sich handelt. Spezialeinheiten der Kreisfeuerwehr aus Marienau und Kirchohsen - darunter Experten des ABC-Zuges - versuchten vergeblich, die Chemikalie zu identifizieren. "Wir haben die Luft auf 85 Stoffeüberprüft und alle uns zur Verfügung stehenden Messverfahren angewandt", sagte Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke, der Gefahrgutbeauftragter der Feuerwehr und von Beruf Chemiker ist. Zum Einsatz kamen neben Prüfröhrchen auch zwei elektrochemische Messgeräte. Die Technische Ermittlungsgruppe "Umwelt" der Polizei Hildesheim und das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim entsandten Experten nach Aerzen. Claudia Beckert, Prokuristin der Aerzener Maschinenfabrik (900 Mitarbeiter am Standort Aerzen), forderte den TÜV Hannover an. Womöglich kann eine Raumluftuntersuchung das Rätsel lösen. Die Polizei, so Claudia Beckert, habe zwar keine Schließung der Kantine veranlasst, dennoch bleibe diese bis Mittwoch geschlossen.



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