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Heiße Diskussion nach der Demonstration / Wesionäre debattieren

AKW Grohnde abschalten?

Weserbergland (kv). Bei Wesio wurden viele Fotos von der Anti-AKW-Demo hochgeladen, die am vergangenen Samstag in Hameln stattgefunden hat. Unter einem Video von „herral“ ist eine heiße Diskussion entbrannt: Pippilotta: „...Werter Benno, der größte Landschaftsverschandeler ist in unserem Raum das AKW Grohnde, und es hat sogar das Zeug dazu, diese geliebte Landschaft für Tausende Jahre zu verseuchen. Selbst ohne einen GAU wird es tausende Tonnen teuflischen Drecks hinterlassen, für den es nicht einmal den geringsten Ansatz einer machbaren Endlagerung gibt.

veröffentlicht am 10.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:41 Uhr

Zwischenstopp am Rattenfängerbrunnen  Foto: WeLiar

Weserbergland (kv). Bei Wesio wurden viele Fotos von der Anti-AKW-Demo hochgeladen, die am vergangenen Samstag in Hameln stattgefunden hat. Unter einem Video von „herral“ ist eine heiße Diskussion entbrannt: Pippilotta: „...Werter Benno, der größte Landschaftsverschandeler ist in unserem Raum das AKW Grohnde, und es hat sogar das Zeug dazu, diese geliebte Landschaft für Tausende Jahre zu verseuchen. Selbst ohne einen GAU wird es tausende Tonnen teuflischen Drecks hinterlassen, für den es nicht einmal den geringsten Ansatz einer machbaren Endlagerung gibt. Ein überwiegender Teil der Bundesbürger lehnt die Atomkraft ab, auch wenn eine sechsprozentige Minderheit meint, den Energiekurs unseres Landes vorgeben zu können. Dem einen behagt die Windmühle nicht, dem Nächsten der Maissilo uns so weiter (konstruktive Kritik in allen Ehren!). Wenn wir eine Energiewende hin zu den „Erneuerbaren“ wollen, müssen wir Kompromisse schließen und Geduld haben, bis sich ein solches System vernünftig eingespielt hat. Zum Nulltarif wird es diese Wende auch nicht geben. Energie ist der Antrieb für unsere Wohlstandsgesellschaft. Wenn wir Energie nachhaltiger erzeugen und effizienter nutzen, schaffen wir eine wichtige Grundlage für das weitere Leben auf diesem Planeten – ohne hunderttausend Jahre strahlenden Atommüll und einer CO2-überfrachteten Atmosphäre!“ Benno: „Ich möchte die Atomkraft nicht loben, aber in meinen Augen sind die Biogasanlagen fast genauso große Umweltsünder: Große Siloanlagen, die mit Unmengen von Mais gefüttert werden. Dadurch falsche Bewirtschaftung von Feldern. Und war Mais nicht mal ein Nahrungsmittel?! In den riesigen Silos misten sich liebend gerne Ratten ein. Dazu kommt noch die Geruchsbelästigung ...“ Peter Bergengruen: „Unser Ziel: die energieautarke Region Weserbergland. Damit Grohnde abgeschaltet werden kann, Arbeitsplätze und Wohlstand nach Hameln kommen!“ Benno: „... Eigentlich liegt die Lösung ganz einfach auf der Hand: PC, Fernseher und Radio, Licht, Kühlschrank, Herd AUSschalten! Zu Hause einen Gemüsegarten anlegen und auf kleinen Feldern das Nötigste für die Dorfgemeinschaft anbauen.“ herral: „Leute, glaubt ihr wirklich, was ihr da schreibt – jetzt bin ich doch erschüttert. He, die Welt ist keine Scheibe, und wenn wir auf Atomkraft verzichten, geht noch lange nicht das Licht aus. Wie tief hat sich eigentlich die Propaganda der Atomindustrie in eure Gedanken geschlichen... Ich bin echt fassungslos... In Deutschland gibt es derzeit noch 17 aktive Atomkraftwerke. Andererseits standen im Sommer 2007 aus verschiedenen Gründen gleichzeitig sechs AKW still, und trotzdem wurde 2007 noch die Strommenge von drei Atomkraftwerken exportiert, weil durch die steigende Produktion aus Windenergie ein großes Überangebot an Strom besteht. Weder ist 2007 der Strompreis stark angestiegen, noch ist das Licht ausgegangen.“ Stargazer: „Sorry, Lauda, da bin ich nicht deiner Meinung. Der Planet, so wie er jetzt ist, wird eher durch Atomkraftwerke so bleiben als durch alternative Energiegewinnung. Denn Kohlekraftwerke (sind ja auch wieder im Gespräch) verpesten erst mal die Luft, darüber hinaus muss die Kohle ja auch erst mal abgebaut werden, um sie dann zu verfeuern.“ Herral: „@stargaser: Stellt sich die Frage, ob die absolut ungelöste Entsorgung der hochgefährlichen atomaren Abfälle nicht das größere Problem ist. Die Berichte zur Asse II sprechen doch für sich. Habe selber die Asse vor 25 Jahren besucht – mit wirklicher Überzeugungskraft wurde uns damals erklärt, wie absolut wassersicher so ein Salzbergwerk über Jahrhunderte ist...“ Pille: „Bis das Dilemma um Asse so richtig öffentlich wurde, war ich auch der Meinung, dass sauberer Atomstrom dem aus Dreckschleudern vorzuziehen ist. Kann ich jetzt nicht mehr befürworten.“ Lauda12: „Hier wird sich nur etwas ändern, wenn wir Politiker finden die einen Arsch in der Hose haben und sich nicht von den Stromkonzern in selbigen treten lassen.“

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