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Bückeberg-Klinik: Chefarzt Dr. Linke zieht eine erste Bilanz

Akutversorgung und Reha rücken enger zusammen

Bad Eilsen (mig). Im April letzten Jahres wurde Dr. med. Uwe Linke neuer Chefarzt der Bückeberg-Klinik. In dieser Rehabilitationsklinik mit 160 Betten werden vorrangig Patienten nach orthopädischen Operationen an Extremitäten und Wirbelsäule, aber auch bei allgemeinen Rücken- und Gelenkbeschwerden behandelt. Jetzt zog der Facharzt für Orthopädie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, sowie Chirotherapie Bilanz.

veröffentlicht am 14.06.2007 um 00:00 Uhr

"Osteoporose ist eine schleichende Krankheit, die zunächst nicht

Dass Dr. Uwe Linke ein Glücksfall für die Bückeberg-Klinik ist, zeigt schon ein kurzer Blick in seine Vita. Bereits vor seinem Umzug nach Bad Eilsen hat der Mediziner viele Jahre in Rehabilitationskliniken gearbeitet, in einer Bad Reichenhaller Reha-Klinik leitete der Mediziner lange Zeit die orthopädische Abteilung. Sein besonderes Interesse galt bereits dort der Versorgung von Osteoporosepatienten; diese Arbeit möchte er in der Bückeberg-Klinik fortführen. "Allein in Deutschland schätzt man die Zahl der von Osteoporose betroffenen Menschen auf acht Millionen bis zehn Millionen unddie Anzahl der jährlich neuen Schenkelhalsfrakturen auf 150 000 - Tendenz steigend",erklärt der Mediziner die zunehmende Bedeutung des Krankheitsbildes. Um dieser Volkskrankheit gezielt begegnenzu können, hält Dr. Linke vor allem eine umfassende Information der Bevölkerung für notwendig - alle 14 Tage finden in der Bückeberg-Klinik deshalb Vorträge zum Thema statt. "Osteoporose wird im frühen Stadiumvon den Patienten kaum wahrgenommen und erst bei denFrakturen zum wirklichen Problem", macht Dr. Linke das Problem deutlich. Mindestens ebenso wichtig wie die Aufklärung ist für die Bückeberg-Klinik die schon seit längerer Zeit bestehende Kooperation mit einer benachbarten orthopädischen Praxis. Am dort vorhandenen Knochendichtemessplatz kann das Vorliegen einer Osteoporose nachgewiesen und der weitere Krankheitsverlauf kontrolliert werden."Es ist sehr gut, dass das Bewusstsein um diese Erkrankung in der Klinik schon vorhanden war und vielfältige Programme bestanden, die nun weiter ausgebaut werden können", betont Dr. Linke. Ein besonderes Augenmerk legt der Chefarzt zudem auf eine gute Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern der Umgebung. Seit einigen Jahren rücken Akutversorgung und Rehabilitation immer enger zusammen, Patienten werden nach einem Eingriff schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Auch die Bückeburg-Klinik hat darauf reagiert - die heutige Anschlussheilbehandlung unterscheidet sich deutlich von den früheren Kuren (beispielsweise durch ein modernes Wundmanagement). Trotzdem ist die Kur aber kein Auslaufmodell: Weil nach der letzten Gesundheitsreform die medizinische Rehabilitation mit dem Grundsatz "Reha vor Pflege" gestärkt wird, werden die sogenannten stationären Heilverfahren unter Umständen sogar wieder häufiger. Dann allerdings unter veränderten Voraussetzungen. Ein wichtiges Kriterium für die Kostenträger ist die Behandlungsqualität; Ab April dieses Jahres sollen nur noch zertifizierte Kliniken mit Patienten belegt werden. Weil sich die Bückeberg-Klinik schon seit 2002 regelmäßigen Qualitätskontrollen der Dekra unterzieht, sieht Dr. Linke die Bückeberg-Klinik für die Zukunft aber gut gerüstet.



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