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Radtour von Potsdam nach Bonn zur Klima-Zwischenkonferenz / Wünsche an die Politiker zur Vorbereitung auf den Klimagipfel in Mexiko

Aktion Klimarad macht in Hameln für den Klimaschutz sensibel

Hameln (git). „Hameln passte perfekt in unseren Mix aus großen und kleinen Städten, die wir auf unserer Rad-Route besuchen wollen,“ berichtete Anna Schürkmann. Die Potsdamer Umweltschützerin ist mit der „Aktion Klimarad“ seit Pfingstsonntag zum Thema Klimaschutz unterwegs. In der Fahrtgruppe engagieren sich 15 Privatpersonen. Die Klimaschützer wollen auf ihrem Weg zur Klima-Zwischenkonferenz in Bonn informieren, sensibilisieren und mobilisieren. Sie laden Interessierte ein, ein Stück mitzufahren.

veröffentlicht am 09.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

Hameln (git). „Hameln passte perfekt in unseren Mix aus großen und kleinen Städten, die wir auf unserer Rad-Route besuchen wollen,“ berichtete Anna Schürkmann. Die Potsdamer Umweltschützerin ist mit der „Aktion Klimarad“ seit Pfingstsonntag zum Thema Klimaschutz unterwegs. In der Fahrtgruppe engagieren sich 15 Privatpersonen. Die Klimaschützer wollen auf ihrem Weg zur Klima-Zwischenkonferenz in Bonn informieren, sensibilisieren und mobilisieren. Sie laden Interessierte ein, ein Stück mitzufahren. Hameln war die fünfte von insgesamt zwölf Städten, die angesteuert wurden. Wenn das Ziel Bonn erreicht wird, werden die jungen Menschen 650 km auf dem Rad zurückgelegt haben. „Am Wochenende startetete in Bonn die Klima-Zwischenkonferenz, um die Weichen für die große Klimakonferenz im Dezember in Mexiko zu stellen“, ergänzte Franziska Pfeiffer. „Wir machen in den Städten Halt, um für mehr Klimaschutz zu werben“, erklärte die Geoökologiestudentin weiter.

Für Schürkmann ist nach der Konferenz vor der Konferenz. Das wollte sie auch den Hamelnern in der Fußgängerzone deutlich machen. „Es gibt immer Möglichkeiten, das Thema Klimaschutz zu beeinflussen, auch wenn bei der letzten großen Klimakonferenz nichts herausgekommen ist“, erklärte sie.

Ihre Fahrräder stehen vollbepackt mit Reisetaschen, Zelten, Schlafsäcken und Infomaterial neben dem weißen Tuch mit der Aufschrift „Klimarad kommt mit“. Das Tuch ist zweckmäßig festgezurrt an einem Absperrgitter zwischen Bäckerstraße und Osterstraße. Die Wanderausstellung bleibt in Hameln aber verpackt.

„Wir wollen den Klimaschutz öffentlicher machen“, erklärte Franziska Pfeiffer weiter. „Indem wir in die Städte gehen, können wir auch Menschen erreichen, die nicht nach Bonn kommen.“ Neben Informationen zum Thema Klimaschutz für den Hausgebrauch boten die Klimaradler auch in Hameln die Gelegenheit, Briefe mit Hoffnungen, Forderungen und Wünschen an die Bonner Klimaverhandler mitzunehmen. Alle Briefe und Wünsche sollten in Bonn an einer langen Schnur am Kongresszentrum aufgehängt werden. Eine Gelegenheit, die sich Rainer Sagawe von der örtlichen Kreisgruppe Hameln-Pyrmont des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nicht entgehen ließ. Statt Brief übergab der heimische Klimasprecher eine 22-seitige Abhandlung über die Klimabemühungen hier vor Ort. „Unsere Antwort auf das Scheitern von Kopenhagen und unsere Botschaft für Bonn: Kohle und Atom brauchen wir nicht“, heißt es darin unter anderem.

Der elfjährige Henrik Basse verewigte seine Meinung zum Thema Klimaschutz einfach mit einer hübschen blauen Sonne aus Kreide auf den Hamelner Pflastersteinen. Mama Antje gehörte zu den Besuchern, die spontan stehen blieben, um sich zu informieren. „Ich freue mich über alle Menschen, die sich für den Klimaschutz einsetzen“ erklärte sie.



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