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Agentur spannt ein Netzwerk für Jugendliche

Kreis Holzminden (bs). „Unsere Kunden haben ein Gesicht“, versichert Sandra Meier-Tegetmeier. Sie ist persönliche Ansprechpartnerin bei der Arbeitsgemeinschaft zur Arbeitsvermittlung bei der Agentur für Arbeit Holzminden. Ihre Kunden haben ganz junge Gesichter. Sandra Meier-Tegetmeier gehört zum siebenköpfigen Unter-25-Team, das junge Menschen unter 25 Jahren in den ersten Arbeitsmarkt bringen will. Dass das gelingt, beweisen die Zahlen. Gerade einmal zwei unversorgte Bewerber standen Ende September in der offiziellen Statistik. „Wir können Jugendlichen zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt“, erklärt dann auch ihre Kollegin Gudrun Ebeling.

veröffentlicht am 30.10.2009 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Kreis Holzminden (bs). „Unsere Kunden haben ein Gesicht“, versichert Sandra Meier-Tegetmeier. Sie ist persönliche Ansprechpartnerin bei der Arbeitsgemeinschaft zur Arbeitsvermittlung bei der Agentur für Arbeit Holzminden. Ihre Kunden haben ganz junge Gesichter. Sandra Meier-Tegetmeier gehört zum siebenköpfigen Unter-25-Team, das junge Menschen unter 25 Jahren in den ersten Arbeitsmarkt bringen will. Dass das gelingt, beweisen die Zahlen. Gerade einmal zwei unversorgte Bewerber standen Ende September in der offiziellen Statistik. „Wir können Jugendlichen zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt“, erklärt dann auch ihre Kollegin Gudrun Ebeling.
 Dass auch in Jan-Philip Brockmann dieses Potenzial schlummert, hat er zunächst wohl selbst nicht so recht geglaubt. Er war, erzählt er, „der typische 18-Jährige“ mit Problemen in der Familie, dem Wunsch nach einer eigenen Wohnung und der Gefahr abzudriften. Dann nahm ihn das U-25-Team unter seine Fittiche.
 Der Realschüler, der 2007 seinen Abschluss gemacht hatte, war auf der Suche nach einer Perspektive. Mit seiner persönlichen Ansprechpartner erarbeitete er ein Bewerberprofil, lotete aus, was er beruflich machen wollte – und erhielt wöchentlich mehrere Angebote mit einem kompletten Profil der Firma. Anfang Januar 2009 startete er in der Jugendwerkstatt, Mitte Februar schaffte er den Quereinstieg in die Einstiegsqualifizierung. Das ist ein von der Wirtschaft entwickeltes Angebot, das jungen Menschen als Brücke in die Berufsausbildung dient. In einem sechs- bis zwölfmonatigen Praktikum können sich Bewerber und Unternehmer beschnuppern, mit dem Ziel der Übernahme in eine Ausbildung.
 Jan-Philip Brockmann arbeitete zunächst als Praktikant im Straßenbau, entdeckte dann in der Zeitung eine Anzeige eines Maler- und Lackiererbetriebes in Boffzen. Unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft zur Arbeitsvermittlung wechselte der Negenborner, schnupperte in einem Praktikum in die Arbeitswelt der Maler und Lackierer – und ergatterte sich mit viel Fleiß und Engagement einen Ausbildungsplatz. „Immer, wenn Fragen aufgetreten sind oder wenn es Probleme gab, konnte ich mich sofort an meine persönliche Ansprechpartnerin wenden“, erinnert er sich an die Zeit der intensiven und individuellen Betreuung, „das hat super funktioniert“, bedankt er sich bei seiner persönlichen Ansprechpartnerin Vanessa Reckling. „Und auch das Team in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit war super“, fügt er hinzu.
 Ein solches Lob freut Miriam Pilz, die Teamleiterin des Teams „Markt und Integration für Jugendliche unter 25 Jahre“. Schon 15-Jährige, so Miriam Pilz, werden von ihren engagierten Mitarbeiterinnen abgeholt. Direkten Kontakt bauen sie früh zu den Jugendlichen auf, deren Familien Hartz-IV beziehen. Beratungsgespräche, Integrationsplanung, Hilfestellungen in schwierigen Lebenssituationen, Netzwerkarbeit mit den Bildungsträgern und der Berufsberatung, der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Förderinstrumente, dazu finanzielle Hilfen und das Angebot beruflicher Qualifizierungen, schließlich sozialpädagogische Hilfestellungen, um die jungen Menschen nachhaltig zu motivieren – die Bündelung des Angebotes auf die persönliche Ansprechpartnerin trägt Früchte: 111 Jugendliche konnten integriert werden, 32 Prozent davon in die Erwerbstätigkeit, 68 Prozent in eine Ausbildung. Und waren im März noch 83 unversorgte Bewerber auf einen Ausbildungsplatz registriert, waren es im September eben nur noch zwei.
 Dennoch, die Arbeit geht dem Team – Vanessa Reckling, Sandra Meier-Tegetmeier, Nadine Oppermann, Marlies Ferchland, Claudia Kraus, Gudrun Ebeling, Swantje Penke und Miriam Pilz nicht aus. Die Kunden, die ihrer Hilfe bedürfen, wachsen nach. „Und deshalb spannen wir das Netzwerk auf, um zu helfen“, umschreibt es Sandra Meier-Tegetmeier.



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