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Heute: Die „Krähen Ecke“ und das Gasthaus „Zur Erholung“ im Ortskern

Aerzen im Wandel der Zeit

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veröffentlicht am 05.08.2010 um 14:54 Uhr

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Heinz Georg Armgardt

Die alte Postkarte von 1960 zeigt als Mittelpunkt „Krähen Ecke“ und das „Gasthaus zur Erholung“. Aus dem ursprünglichen Bauernhaus, das Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Krähe erworben wurde, entstand eine Gastwirtschaft. Durch den Anbau eines großen Saals im Jahre 1908 gewann das Gasthaus an Bedeutung. In früheren Zeiten trafen sich die Aerzener an „Krähen Ecke“. Neben dem Saal befand sich die Turnhalle, die trotz eines Lehmfußbodens oft benutzt wurde. Im großen Saal fanden Theatervorführungen und Vereinsbälle statt. Außerdem gab es dort seit den 30er Jahren Kinovorführungen. Die „Regina-Lichtspiele“ erfreuten sich großer Beliebtheit und fanden erst mit Kriegsende eine kurze Unterbrechung. Bereits 1947 konnten die Aerzener wieder Filme sehen.

Für die Familie Krähe war die Umgestaltung des Saales von Kinovorführungen zu Tanzvergnügen sehr arbeitsaufwendig. Neue Vorschriften zwangen letztendlich die Besitzer, feste Stuhlreihen einzubauen, damit ein sicheres und damit festes Kino entstand.

Zu dem 1958 durchgeführten Umbau gehörte auch eine Breitleinwand. Aber durch die Anschaffung von Fernsehgeräten in den Privathaushalten ging die Zahl der Kinobesucher ständig zurück. Das Kino wurde geschlossen. Bereits 1964 verpachtete die Familie Krähe die Gastwirtschaft.

Nach der Schließung des Kinos pachtete Erwin Wittrock die Säle. Er wandelte den zuvor gegründeten Jugendtreff in eine Diskothek um und ließ im großen Saal Live-Bands auftreten. Der Begriff „Krähenest“ blieb noch lange erhalten.

Im Jahre 1982 kaufte die Gemeinde Aerzen einen Teil des Grundstücks und ließ die Gebäude abreißen. Die entstandene Freifläche wird heute als Parkplatz und Grünfläche, mit dem Schaukasten des Heimat- und Verschönerungsvereins, genutzt.

Auf dem Foto von 2010 ist links ein Teil der Fassade des Hotels „Goldener Engel“ von Hermann und Renate Hollerieth zu sehen. Am rechten Bildrand befindet sich auf beiden Fotos das Wohnhaus der Hofstelle.



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