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Volksbank stellt "Berufsnavigator" bereit / Besonderheit: Nur die Stärken zählen

Adolfiner finden Berufe mit Profihilfe

Bückeburg (bus). 150 Schüler der neunten Jahrgangsstufe des Adolfinum nutzen in diesen Tagen die Möglichkeit, bei der Berufsfindung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die wird von der Hamburger "Berufsnavigator GmbH" geleistet, die ihre Stärken über ein PC-gestütztes Testverfahren zusammenfasst und in Berufsvorschläge übersetzt. Der seit zwei Jahren bundesweit eingesetzte Navigator wurde in Hamburg von Personalexperten und Psychologen unter Leitung von Jürgen Hort entwickelt.

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Adolfiner des neunten Jahrgangs schätzen mithilfe des Berufsnavi

Die Erfolgsquote ist beeindruckend. Schüler, die sich "navigieren" ließen, waren mit dem gewählten Ausbildungsberuf oder Studium von Anfang an zufrieden. Die Abbrecherquote sank rapide. Dass nun auch die Adolfiner in den Genuss dieses Konzepts kommen, ist einem Kooperationsvertrag zwischen dem Gymnasium und der Volksbank in Schaumburg zu verdanken. Markus Strahler, Marktbereichsleiter in Bückeburg, gab den Anstoß zu diesem Engagement. Beim Leiter des Gymnasiums Heinz-Ulrich Gosemann und bei Heinz-Günter Böttger, der die Maßnahme koordiniert, stieß die Idee sofort auf offene Ohren. "Ausbildung und Qualifikation sind zentrale Zukunftsthemen", betonte Strahler während der Vorstellung. Eine passgenaue Berufswahl besitze Gewicht, weil in den bevorstehenden Jahren mit einem Fachkräftemangel zu rechnen sei. "Vielleicht entdeckt bei dem Verfahren ja auch der eine oder andere sein Talent für den Bankberuf und entscheidet sich für die Volksbank", meinte RolfLehmann, Leiter der Hauptstelle in Bückeburg. "Gerade für den aktuellen neunten Jahrgang ein ganz wichtiges Programm", stellte Gosemann fest - diese Jahrgangsstufe wird als erste die Abiturprüfung nach nur zwölf Jahren ablegen. Das Besondere am Berufsnavigator ist, dass nur Stärken zählen. Das System erstellt ein Stärkenprofil und vermittelt jedem Teilnehmer zehn Berufsvorschläge. Drei bis vier Schüler, die sich gut kennen, beurteilen sich zuvor gegenseitig und anonym. Mit einem Handsender müssen sie 50 Persönlichkeitsmerkmale ihrer Freunde einschätzen. Die Skala reicht von "überragend" bis "sehr schlecht". Bewertet werden Kreativität, Ehrgeiz, Ausdauer und Belastbarkeit. Mit den Vorschlägen geht die Gruppe in ein Beratungsgespräch bei Personalexperten. "Der Test hinterfragt Fähigkeiten, im Gespräch binden wir die Interessen mit ein", so Hort. Manche Schüler könnten die Berufsvorschläge kaum glauben. Der Entwickler weiß um die Tücken: "Soziale Erwünschtheit, die Vorstellungen von Eltern, spielen eine Rolle, das verfälscht bei anderen Testverfahren die Ergebnisse." Die anonyme Beurteilung durch Freunde sei effizienter. Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat und einen Aktionsplan.

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