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Adelsprädikat gehört zum Namen

Adel wurde nicht abgeschafft

Der dritte Absatz in diesem Artikel endet mit dem falschen Hinweis „… obwohl die alten Adelstitel vor gut 100 Jahren abgeschafft wurden“.

veröffentlicht am 07.04.2020 um 23:15 Uhr

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Zu: „Der Dritte Satz“, vom 30. März


Leider liest man häufig solche historisch falschen Aussagen, die ich wie folgt richtigstellen möchte.

Die Weimarer Nationalversammlung, offiziell die verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung, tagte auf die Wahlen vom 19. Januar 1919 hin ab Februar 1919 im Deutschen Nationaltheater in Weimar. Im ersten Halbjahr standen insbesondere Regierungsbildung und die Verhandlungen über den Versailler Vertrag im Vordergrund. Erst ab dem 2. Juli wurde der 2. Entwurf der Reichsverfassung beraten und einzelne Formulierungen diskutiert und beschlossen.

Die Grundrechte, also das Rechtsverhältnis des Einzelnen gegenüber dem Staat, wurden ab dem 11. Juli 1919 beraten. Mit dem Adel befasste sich der Verfassungsentwurf in Artikel 109 der Weimarer Reichsverfassung (WRV). Die Entwurfsfassung lautete (Auszug): Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden.

Damit ist klargestellt, dass der Adel nicht abgeschafft wurde, sondern das Adelsprädikat oder der Titel Bestandteil des Namens ist.



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