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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 31.07.2020 um 21:10 Uhr

Wieder mehr Insekten vorhanden

Acker- und Wegeränder nicht gemäht

In Anlehnung an den oben genannten Artikel der Dewezet sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in der Gemarkung Börry auch Großes passiert. Ähnlich wie in den letzten Jahren wurden in diesem Sommer bis heute, 7. Juli 2020, vom Realverband und den heimischen Landwirten keine Acker- und Wegeränder gemäht.

Zu: „Landwirte sind der Politik einen Schritt voraus“, vom 7. Juli

Johanniskraut, Wilde Möhre, Oregano, Wilde Karde, Borretsch, Weißklee, Kälberkropf, Schafgarbe, Waldweidenröschen, Bärenklau, all das und vieles mehr kommen zum Blühen und Aussamen. Automatisch finden sich damit auch wieder mehr Insekten ein. Vögel wie Stieglitze, Bachstelzen und Lerchen nutzen in Scharen dieses Angebot, ja, Schwalben fliegen im Tiefflug die Wege entlang und bekommen sich und ihren Nachwuchs wieder satt.

Es fehlt jetzt noch ein letzter wichtiger Schritt: Die anstehende, notwendige Pflege dieser „Säume“ sollte nicht mit dem rotierenden Schlegelmäher erfolgen. Ähnlich wie bei der Heumahd müsste das Material im „Schwad“ abgelegt werden, damit die so wichtige Kleinlebewelt nicht wie in einer Moulinette zerstückelt wird. Es sollte dann bei einem einmaligen Schnitt bleiben, damit es zum abermaligen kurzen Aufwuchs kommen kann, der vielen Insekten in oder an den Stängeln der Kräuter Überwinterungsmöglichkeiten gibt. Auf jeden Fall wird Gutes getan und man sollte darüber reden!