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Rotstift beim Kanalbau - aber neues Blockheizkraftwerk am Klärwerk

Abwasserbetrieb halbiert Investitionen

Rinteln (wm). Noch in diesem Jahr will der Abwasserbetrieb der Stadtwerke ein neues Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des Klärwerkes am Doktorseeweg bauen, das Wärme und Strom produzieren soll.

veröffentlicht am 13.01.2007 um 00:00 Uhr

Peter Koller, technischer Werkleiter, erläuterte dem Werksausschuss bei der jüngsten Sitzung, das Projekt werde sich nicht nur unter ökologischen, sondern auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten rechnen. Denn das Blockheizkraftwerk soll die Faulgase verbrennen, die ohnehin im Faulturm auf dem Klärwerksgelände entstehen, dann wiederum den Faulturm und die Betriebsgebäude heizen. 300 000 Euro kostet das Kraftwerk, eine Investitionssumme, die sich in drei Jahren wieder eingespielt habe. Wie Koller schilderte, sei die Untersuchung der Kanäle im Stadtgebiet mit einer TV-Kamera weitgehend abgeschlossen. Jetzt werde eine Prioritätenliste für die festgestellten Schäden im Kanalsystem aufgestellt. Rund 175 000 Euro wird der Bau eines Regenrückhaltebeckens im Industriegebiet Süd an der Kreuzung "Am Stumpfen Turm"/"Hohes Feld" kosten, das gebraucht werde, so Koller, um das Niederschlagswasser aufzufangen. Für den Weiterbau der Kanalisation in Steinbergen, die Umstellung vom Misch- auf das Trennsystem, seien in diesem Jahr keine Gelder eingesetzt worden, das gebe der Investitionsplan nicht her. Für die weitere mittelfristige Investitionsplanung, also für die nächsten fünf Jahre, hat der Abwasserbetrieb die jährliche Investitionssumme praktisch halbiert, das heißt, von zwei auf eine Million Euro reduziert. Zumindest beim Klärwerk, also der Abwasserreinigung, erklärte Geschäftsführer Jürgen Peterson, ständen zurzeit keine großen Investitionen an. Rinteln habe bereits die dritte Reinigungsstufe, man gehe davon aus, dass die vierte Reinigungsstufe - wie von der EU gefordert - nicht innerhalb der nächsten fünf Jahre gebaut werden müsse. Für Maschinen- und Bausanierungen im Klärwerk sind in diesem Jahr 70 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

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