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Werksausschuss billigt Jahresabschluss 2007 / Gebühren bleiben bis Ende 2010 konstant / Umsatz sinkt leicht

Abwasser bringt der Stadt 72 000 Euro Gewinn

Bückeburg (rc). Der Abwasserbetrieb der Stadt Bückeburg ist kerngesund und schüttet auch in diesem Jahr wieder 72 000 Euro Gewinn aus, der in die Stadtkasse fließt. Die Stadt erhält damit auf ihr eingesetztes Kapital eine Rendite von sechs Prozent. Ohne Gegenstimme billigte der Werksausschuss den Jah resabschluss 2007 und die Verwendung des Jahresgewinns. Das Fazit des Wirtschaftsprüfers Rainhard Lüke: "Es hat in keinem Bereich Beanstandungen gegeben."

veröffentlicht am 03.07.2008 um 00:00 Uhr

Erfreuliche Nachricht für die Verbraucher: Die Abwassergebühren werden bis Ende 2010 nicht erhöht - trotz steigender Energiepreise, die auch in der Bilanz der Abwasserbetriebe ihre Spur hinterlassen. Schmutzwasser bleibt bei 1,78 Euro pro Kubikmeter und Regenwasser bei 32 Cent pro versiegeltem Quadratmeter Fläche. Insgesamt weist die Bilanz des stadteigenen Betriebes eine Bilanzsumme von 23,3 Millionen Euro aus, größtenteils Anlagevermögen. Die 92,2 Kilometer Schmutzwasserkanäle, 48 Kilometer Regenwasserkanäle und 24,5 Kilometer Mischwasserkanäle werden mit 19,2 Millionen Euro bewertet, die Kläranlage steht mit 2,7 Millionen Euro in den Büchern. Auf der Passivseite stehen 4,23 Millionen Euro in der Rücklage, 4,8 Millionen empfangene Ertragszuschüsse und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 12,64 Millionen Euro. Die Schulden konnten 2007 um 600 000 Euro abgebaut werden, entsprechend weniger Zinsen muss der Abwasserbetrieb zahlen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 20,9 Prozent. "Für einen Betrieb dieser Art völlig ausreichend", wie der Wirtschaftsprüfer wertete. Die Umsatzerlöse, also das, was der Betrieb an Gebühren einnimmt, gingen im vergangenen Jahr leicht auf 2,98 Millionen Euro zurück. In anderen Städten ist dieser Rückgang wesentlich drastischer, sagte der Wirtschaftsprüfer: "In Zeiten steigender Energiepreise sparen die Menschen auch beim Wasserverbrauch." Bückeburg liegt mit seinen Gebühren im unteren Drittel des bundesweiten Durchschnitts, wie Werksleiter Helmut Feldkötter anmerkte. Im vergangenen Jahr wurde vor allem in die Erschließung des Gewerbegebietes Kreuzbreite II und des Falkingsviertels investiert. Allein für das Falkingsviertel flossen dem Abwasserbetrieb 432 000 Euro Kanalbaubeiträge zu. Für die Jahre 2008 bis 2011 sind weitere Investitionen in Höhe von 2,4 Millionen Euro geplant. Allein 1,3 Millionen Euro werden in die Sanierung von Altkanälen gesteckt. Dieses Jahr sind zum Beispiel Jägerstraße, Möllerweg und drei Straßen im Ortsteil Müsingen an der Reihe. Energiekosten runter und eine Biogasanlage auf die Kläranlage, um Strom und Wärme zu gewinnen, so wie etwa in Rinteln? Diese Frage beschäftigte auch den Werksausschuss. Werksleiter Feldkötter wies darauf hin, dass die Bückeburger Anlage mit einem anderen Verfahren, dem anaeroben, arbeite als die Rintelner, sodass keine Faulgase entstehen. Ob es sich rentiert, Millionenbeträge in die Umrüstung der Kläranlage zu stecken, prüft derzeit ein Planungsbüro. Zahlen liegen noch nicht vor.

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