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Förderverein heißt jetzt "Renaissance Stadthagen e.V." / Vergoldete Buchstaben für das Mausoleum

Abschied von der "Erlebniswelt Renaissance"

Stadthagen (sk). Einstimmig haben am Mittwochabend 60 Mitglieder des vormaligen "Fördervereins Erlebniswelt Renaissance in Stadthagen e.V." die Umbenennung der Vereinigung in "Renaissance Stadthagen e.V." beschlossen. Die Abstimmung fand während der Hauptversammlung des Vereins im Marie-Anna- Stift statt.

veröffentlicht am 01.02.2008 um 00:00 Uhr

Joachim Fellmann präsentiert einen Buchstaben für das Mausoleum.

Mit der neuen Namensgebung distanziert sich der Verein vom EU-Projekt "Erlebniswelt Renaissance" und dessen insolventer regionaler Dachorganisation, der "EWR Projektentwicklungs GmbH" mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg als Gesellschafter. Diese wird seit Ende 2007 aufgelöst (wir berichteten). Die GmbH, so Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, gehe in eine neu zu organisierende Koordinierungsstelle mit Sitz in Hameln für alle EWR-Standorte in den genannten Landkreisen über. Der Stadthäger Förderverein habe mit der Geschäftsführung und den Entscheidungen und Entwicklungen der GmbH nichts zu tun gehabt, so der Vereinsvorsitzende Udo Jobst. Man habe es als Verein jedoch nicht geschafft, der hiesigen Bevölkerung klarzumachen, "dass der Verein nicht automatisch EWR ist". Die Bezeichnung "Erlebniswelt Renaissance" verschwindet nun aus dem Vereinsnamen. Nach wie vor aber geht es dem Verein um die Erhaltung und Bekanntmachung wertvoller Bau- und Kunstwerke der Renaissance, vornehmlich des Mausoleums mit seiner weltberühmten Figurengruppe des Bildhauers Adrian de Vries. Schöttelndreier zeigte auf, dass mit einer juristischen Untersuchung das EWR-Desaster nun aufgearbeitet sei. Den Landkreis als Mitgesellschafter sieht er frei von Belastungen, da die "schadenstiftenden Ereignisse" - so weise es das Gutachten aus - eingetreten sind, bevor der Landkreis im Mai 2004 Gesellschafter wurde. Ebenso wie Jobst vergaß auch Schöttelndreier trotz der GmbH-Misere nicht deren positiven Ansatz. Die EWR sei ein "Türöffner" gewesen, mit dem "wir so weit sind wie wir sind." Den Vereinsmitgliedern dankte er: "Ich freue mich, dass sie bei der Stange geblieben sind." Während der Versammlung berichtete Vorstandsmitglied Joachim Fellmann vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten am Mausoleum. Unter anderem soll die in 15 Metern Höhe umlaufende Schrift an der Außenhaut der Grablege der historischen mit vergoldeten Bleibuchstaben erneuert werden (wir berichteten). Einen Buchstaben präsentierte Fellmann. Da die Schriftsanierung nicht im Bauvolumen erfasst ist, will der Verein demnächst in der Bevölkerung dafür werben, für einzelne Buchstaben zu je 250 Euro "Patenschaften" zu übernehmen. Die Stadt Stadthagen will laut Jobst den ersten und den letzten der 94 Buchstaben bezahlen.



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