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Mannschaftsunterkünfte in der Medem-Kaserne in Holzminden werden bis 2016 neu gebaut

Abschied von den alten Zehn-Mann-Stuben

Holzminden (bs). „Wollte mal hören, wer so nach Holzminden kommt?! Oder ob jemand Erfahrungen mit der Medem-Kaserne gemacht hat“, fragte „Calibrator“ im Chat. Der junge Mann musste seinen Wehrdienst beim Panzerpionierbataillon 1 in Holzminden ableisten und wohl noch in einer Zehn-Mann-Stube schlafen. „Die Medem-Kaserne Holzminden wird bald viel attraktiver“, verspricht Oberstleutnant Lühring, Kommandeur der Panzerpioniere. Für 30 Millionen Euro wird die Kaserne zurzeit saniert, werden die Mannschaftsunterkünfte neu gebaut. Bis 2016 sollen die Kasernengebäude am Grimmenstein verschwinden und durch Neubauten ersetzt sein. In den Stuben werden dann nur noch zwei Betten stehen.

veröffentlicht am 13.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

So wird die neue Holzmindener Kaserne aussehen mit den insgesamt
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„Mehr Sonnenschein für den Grimmenstein“ verspricht der Kommandeur, der seine Hand über inzwischen rund 1000 Soldaten hält. 560 von ihnen sollen in die neuen Unterkunftsgebäude einziehen. Die Module sind nur noch dreigeschossig, nehmen – im Gegensatz zu den alten Kasernengebäuden – den Anliegern in der Straße Grimmenstein nicht mehr so viel Licht weg.

Außen funktional gestaltet, wird sich auch innen einiges ändern. Die großen Stuben wird es nicht mehr geben. Geplant sind 140 Wohneinheiten für jeweils vier Soldaten. Eine Wohneinheit umfasst jeweils zwei rund 14 Quadratmeter große Zimmer, die sich um ein Badezimmer gruppieren. Begonnen wird mit den Bauarbeiten mitten auf dem Kasernengelände. Dort, in unmittelbarer Nachbarschaft des Trio-Gebäudes, werden zwei Trakte entstehen. Und es bleibt noch Platz für einen Reserveblock.

Erst wenn die Mannschaftsunterkünfte in den neuen Gebäuden bezogen werden können, müssen sich auch die Anlieger im Grimmenstein auf vermehrten Baulärm einstellen: Wahrscheinlich Mitte 2011 wird das erste der drei Kasernengebäude (das mittlere) abgerissen. Die beiden anderen werden peu á peu folgen. „Für Holzminden ist das eine gute Lösung“, ist sich Oberstleutnant Lühring sicher, der betont, „wir Soldaten nehmen die Bauzeit und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten gern in Kauf“ und hofft, dass das auch die Holzmindener so sehen werden.

Die Planungen über die Neubauten hat Lühring im Rahmen der Präsentation des neuen Unterkunftskonzeptes vorgestellt, mit der die Bundeswehr bei Vermietern dafür wirbt, Soldaten als Mieter zu akzeptieren (der TAH berichtete). Denn das neue Konzept besagt auch, dass Soldaten über 25 Jahre keinen Wohnraum mehr in der Kaserne beanspruchen können. Und nach der Sanierung wird für sie in der Medem-Kaserne auch der Platz fehlen.

Lühring möchte die Soldaten und die Kaserne noch sehr viel mehr in die Region integriert wissen. „Wir denken laut darüber nach, wie wir diese Integration noch weiter vorantreiben können“, so Lühring. Eine Idee wäre ein neuer Name für die Kaserne, die zurzeit den Namen des Generals Medem trägt. Medem war ehemaliger Kommandeur der Pionier-Schule Dessau, wurde 1953 in russischer Kriegsgefangenschaft zum Tode verurteilt und starb dort auch 1955. Lühring wäre dankbar für Vorschläge von außerhalb der Kaserne. „Die Kaserne in Holzminden könnte Weserbergland-Kaserne oder auch Solling-Kaserne heißen“, sinniert er.



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