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Frederike Meyer übernimmt Leitung der Jugendfeuerwehr

Abschied nach zehn Jahren

Grießem (gro). Mit einem weinenden, aber auch lachendem Auge gebe sie nach zehn Jahren ihr Amt als Jugendfeuerwehrwartin ab, sagte Susanne Spiegel in der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Grießem. Zurück blickend habe sie den Eindruck, aus einer großen Familie auszuscheiden, denn „irgendwie war die Jugendfeuerwehr schon ein Teil meines Lebens“. Viel habe sich während der letzten zehn Jahre geändert. Hoch seien heutzutage die Ansprüche der Jugendlichen, und schwierig sei es, diese für etwas zu begeistern. Hinzu komme: „Eine Aufgabe zu übernehmen oder freiwillig zu helfen, kennt heute kaum noch einer.“ Sie hasse es, so Spiegel, die Aussage zu machen, früher sei alles besser gewesen. Doch sie stelle fest, es gebe auch wohl ein Generationenproblem. Als Beispiel führte die Scheidende das Mitführen und Tragen des Jugendfeuerwehrwimpels an. „Heute wird es als Last empfunden, dieses Ding mitzuschleppen. Da kann es auch schon mal sein, dass er irgendwo stehen bleibt, weil sich niemand bereiterklärt, dieses sperrige, überflüssige Teil nach Auffassung der Jugendlichen zu transportieren.“ Technik, Computer und Handy bestimmten heute das Hauptinteresse. Das mache die Jugendarbeit nicht unbedingt leichter.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 06:41 Uhr

Ihrer Nachfolgerin Frederike Meyer wünschte Spiegel alles Gute und viel Erfolg, dankte den Anwesenden für das Vertrauen in dem letzten Jahrzehnt und verabschiedete sich mit dem Satz: „Der Abschied von euch allen, ist der Anfang von allem anderen für mich.“

In ihrem Jahresbericht für 2009 erinnerte Spiegel an 69 Termine, die die jetzt acht Mitglieder zählende Jugendfeuerwehr wahrgenommen hatte. Dazu zählte auch das Einsammeln von Altpapier in Grießem. Insgesamt seien es 26 Tonnen gewesen, aber zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dadurch habe die Jugendwehr auf eine Bonuszahlung durch die Kreisabfallwirtschaft verzichten müssen. Die Bitte von Spiegel an die Einwohner des Ortes: „Sammeln Sie bitte fleißig Altpapier. Wir werden es weiterhin in regelmäßigen Abständen bei ihnen zu Hause abholen.“

Insgesamt wurden 725 Stunden Dienst für die Jugendlichen notiert. Die fleißigste war Jasmin Pyka, sie wurde mit dem Wanderpokal für die beste Dienstbeteiligung ausgezeichnet. Ihr folgten auf Platz zwei Calvin Krietenstein und Isabel Pyka.



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