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"Wein und Politik": GfW-Gespräch über einen neuen EU-Mitgliedsstaat

Absatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmer sind in Bulgarien gut

Achum (mig). Geistige Gespräche bei geistigen Getränken: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wein und Politik" der Gesellschaft für Wehr und Sicherheitspolitik (GfW) hat Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, Honorarkonsul der Republik Bulgarien für Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen über wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritte des neuen EU-Mitglieds gesprochen.

veröffentlicht am 17.09.2007 um 00:00 Uhr

Ulrich Wilke (v.l.) und Manfred Suchland von der GfW, Wein-Großh

Über die Begrüßung im Offiziersheim der Schäferkaserne war Imeyer sichtlich erfreut. An der Wand hingen bulgarische Fahnen, davor hatte der von der Botschaft vermittelte Großhändler Valeri Tzolov Spitzenweine ausgestellt. "In der Reihe wollen wir unsere europäischen Nachbarn in einer etwas lockeren Form vorstellen", machte Sektionsleiter Klaus Suchland deutlich. Zum Essen gab es bulgarischen Weißwein, außerdem konnten mehrere Rotweine verkostet werden. In einer kurzen Begrüßung wies Suchland auf einen weiteren Grund hin, der derartige Veranstaltungen nötig mache. "Wir kennen unser europäisches Haus noch nicht richtig", sagte der Sektionsleiter und wies darauf hin, dass Bulgarien seit der Befreiung vor 17 Jahren einen großen Entwicklungssprung gemacht hat. Auch Prof. Imeyer lobte das Land in seinem Vortrag für die vielen Reformen und ein "stabiles Wirtschaftswachstum". Imeyer: "Die Absatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmer sind gut, die Einkommensteuer liegt bei 10 Prozent". Ein Problem sieht der Honorarkonsul in der "gefühlten Entfernung" zwischen Deutschland und Bulgarien. "Obwohl es bis Varna am Schwarzen Meer nur zwei Stunden und 5 Minuten Flugzeit ist, wissen wir in der alten BRD nur sehr wenig über Bulgarien", machte Imeyer deutlich. Veranstaltungen wie diese seien deshalb sehr wichtig, um dem schlechten Image des Landes entgegenzuwirken (Unruheregion, Korruption). "Was haben wir vom Beitritt Bulgariens in die EU?", fragte Imeyer und beantwortete sich diese Frage selbst: "Wir haben Frieden auf dem Balkan und einen Korridor der Stabilität". Wie sein Wein habe sich Bulgarien gut entwickelt: "Bulgarien ist nicht mehr nur Mädchentraube". Im Rahmen der Veranstaltung erinnerte Klaus Suchland zudem an die Kinderhilfe für Bulgarien - Schirmherr der Aktion "Kinder in Not" von Dewezet und DRK ist Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe - die im letzten Jahr bedürftige Kinder mit Weihnachtsgeschenken und Medikamenten versorgt hat. Der nächste Vortrag wird am 1. Oktober stattfinden. Dann soll der Grüne Reinhard Bütikofer zum Thema alternative Energiepolitik reden.



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