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Unter der Quantität des Doppeljahrgangs hat die Qualität nicht gelitten: 14 Schüler erzielten Hochschulreife mit einer 1 vor dem Komma

Abiturienten der KGS: Der „Monsterjahrgang“ ist überstanden

Salzhemmendorf (ist). „Es ist geschafft und auch das Kultusministerium kann wieder in Ruhe schlafen“, sagt Abiturientin Victoria Behrens am Ende ihrer Rückschau auf den doppelten Abiturientenjahrgang 2011 bei der Verabschiedung der 84 Abiturientinnen und Abiturienten im Forum der KGS Salzhemmendorf. Gut schlafen können nun auch wieder die betroffenen Schüler, die doppelt belasteten Lehrer und die Eltern.

veröffentlicht am 07.07.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:21 Uhr

Salzhemmendorf (ist). „Es ist geschafft und auch das Kultusministerium kann wieder in Ruhe schlafen“, sagt Abiturientin Victoria Behrens am Ende ihrer Rückschau auf den doppelten Abiturientenjahrgang 2011 bei der Verabschiedung der 84 Abiturientinnen und Abiturienten im Forum der KGS Salzhemmendorf. Gut schlafen können nun auch wieder die betroffenen Schüler, die doppelt belasteten Lehrer und die Eltern. Der „Monsterjahrgang, der vor drei Jahren noch mit Horrorszenarien in Albträumen“ geplagt hatte, ist überstanden. Die „Greencard“ fürs Leben im „real life“, so Victoria, sei unter besonders erschwerten Bedingungen erworben worden. Grund, besonders stolz zu sein, haben 14 Schülerinnen und Schüler (17 Prozent), die ihre Hochschulreife mit einer Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma erzielten: so wie Nick Daeter-Kracke, der mit einer „historischen“ 1,0 abgeschlossen hat und dem man jede High-Score-Karriere zutraue, wie Beate Sutter, Leiterin des Gymnasialzweiges, sagte. Oder Jan-Hinrich Pesch, mit einer Realschulempfehlung in die Sekundarstufe gestartet, der nach einem glatten Durchlauf heute eine 1,1 in seinem Abiturzeugnis stehen hat und damit Beweis eines funktionierenden, durchlässigen KGS-Systems ist. Oder wie Lea Timmermann, die mit 17 Jahren jüngste Abiturientin, die mit 1,2 abgeschlossen hat. Unter der Quantität des Doppeljahrganges hat die Qualität nicht gelitten. Irgendwie, meint Lea, habe das Doppelte den Weg der „Abitour“ zwar nicht einfacher, aber erfahrungsreicher gemacht. Das Miteinander von „Groß“ und „Klein“, die Vielfalt der Individualitäten sei einzigartig gewesen. „Und eines hatten wir alle gemeinsam und ganz schnell gelernt: Wir traten den anderen offen gegenüber und keiner nutzte seine Begabungen nur für sich, sondern auch, um andere voranzubringen. Dabei spielte das Alter bald keine Rolle mehr, denn die Hilfe und auch der gegenseitige Respekt, den man sich erworben hatte, waren an keine Bedingungen geknüpft.“ Auch Beate Sutter hob den gelungenen Zusammenschluss und das gute Leistungsniveau von G8- und G9-Schülern hervor. Die Organisation, so Koordinator Michael Strohmeyer, sei trotz des „Doppeljahrgangs“ dank des eingespielten Kollegiums reibungslos verlaufen.



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