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22 Schiller-Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma / 119 schafften die Prüfung

ABIkalypse – das Ende ist der Anfang

Hameln. 119 Schülerinnen und Schüler haben am Schiller-Gymnasium ihr erstes großes Ziel im Leben erreicht: mit dem bestandenen Abitur die allgemeine Hochschulreife, die ihnen jetzt die große Chance bietet, sich mit einem Studium den Wunschberuf zu erarbeiten. Es war ein Jahrgang, den offenbar eine hohe Leistungsbereitschaft auszeichnete – 22 der Schiller-Absolventen schafften einen Abschluss mit einer 1 vor dem Komma, wie Schiller-Schulleiter Andreas Jungnitz bilanzieren konnte. Die Durchschnittsnote des gesamten Jahrgangs beträgt 2,52.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß

Ihr letztes Schuljahr hatten die Schillerianer in Anlehnung an den für den 21. Dezember 2012 vom Maya-Kalender angekündigten Weltuntergang unter das Motto gestellt „ABI- kalypse – der Weltuntergang wäre einfacher gewesen“. Aber die Abiturienten wussten auch: „Das Ende ist der Anfang.“ Auch Jungnitz interpretierte in seiner Rede vor der Zeugnisverleihung das Motto als eigentlich positiv, denn mit der Vorstellung der Apokalypse sei immer das Bild von Hoffnung und Zuversicht verbunden.

Doch Jungnitz berichtete auch, welche Apokalypsen, welche Schrecknisse, beispielsweise die Abiturienten des Jahrgangs 1913 erlebten: den Vernichtungswahnsinn des Ersten Weltkriegs. Mehr als ein Drittel dieses Jahrgangs habe nicht einmal das 21. Lebensjahr erreicht. 50 Jahre später seien es der Kalte Krieg mit der gegenseitigen atomaren Bedrohung, das Wettrüsten und die Kuba-Krise gewesen, die das Leben der Schüler bedrohlich überschattet hätten. Auch wenn heute keine Szenarien wie 1913 oder 1963 drohten, seien es apokalyptische Ereignisse wie Fukushima, der 11. September 2001 oder die Flutkatastrophe dieser Tage gewesen, die zu prägenden Erfahrungen führten. Im Übergang „vom behüteten Schul- und Jugendzeitalter in das ganz andere Erfahrungs- und Bewährungsfeld der Welt von Ausbildung, Studium, Verantwortungsübernahme und Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse steckt jene Herausforderung, dem Apokalyptischen zu widerstehen“, erklärte Jungnitz. Lebenslustig und mit breitem Selbstverständnis würden sie dazu beitragen, „dass Krisenstimmungen nicht in apokalyptisches Denken münden, sondern Ansporn für Aufbruch und Veränderung sind“.

Die Grußworte der Stadt überbrachte Bürgermeisterin Ursula Wehrmann. Sie attestierte den Abiturienten, dass sie mit ihrem Rüstzeug jetzt die Chance hätten, die Gesellschaft mitzugestalten und weiterzu entwickeln. Vor allem sehe der Arbeitsmarkt sehr gut für sie aus. „Sie werden von der demografischen Entwicklung profitieren!“



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