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Polizei, Kreisjugendamt und Stadt wollen Exzesse wie am 10. November verhindern

Abi-Fete mit starker Behörden-Präsenz

Stadthagen (jl). Die nächste Abi-Fete in der Festhalle am 8. Dezember wird unter anderen Bedingungen vonstatten gehen als die Großparty einen Monat zuvor. Polizei, Kreisjugendamt und das städtische Ordnungsamt haben gestern mitgeteilt, dass sie deutlich mehr Präsenz zeigen werden und dass Auswüchse im Verhalten derPartygäste bei den geringsten Anzeichen geahndet werden. Damit reagieren die Behörden auf das stetige Anwachsen von Straftaten in der jüngsten Vergangenheit.

veröffentlicht am 30.11.2007 um 00:00 Uhr

Vertreter vom Kreisjugendamt, Polizei und Stadtverwaltung zeigen

"Wir werden ein etwas anderes Einsatzkonzept als bisher haben. Wir werden bereits im Vorfeld kontrollieren, wer zum Kern der Gäste hinzu kommt. Wir werden nicht nur den Verkehr kontrollieren, sondern auch ein Augenmerk auf alkoholisierte oder unter Betäubungsmitteln stehenden Verkehrsteilnehmern haben", erläuterte Polizeioberkommissarin Tamara Ehrmanntraut-Riechers sozusagen Teil eins der Polizeitaktik am 8. Dezember. Sie wird den Einsatz leiten. Nach den Worten von Polizeisprecher Axel Bergmann werden dazu wesentlich mehr Beamte rund um die Festhalle im Einsatz sein als sonst. Dabei werden auch zwei Hundeführer mit vierbeinigen "Kollegen" sein. Ihre volle Stärke in der Nacht wird die Polizei zum Schluss der Party in den ganz frühen Morgenstunden auffahren. Dann wird laut Bergmann die Eingreifschwelle auf niedrigste Stufe gesetzt. Die Ordnungshüter würden nicht nur Halle und Platz im Visier haben, sondern auch angrenzende Gebiete, weil es dort immer wieder zu Sachbeschädigungen und mehr gekommen sei. Das städtische Ordnungsamt hat nach den Darlegungen von Uwe Bartels bei der Erteilung der Schankerlaubnis dieses Mal erstmals den Spielraum der Veranstalter eingeengt. Die Schüler vom Gymnasium Adolfinum, die für 8. einladen, dürfen nach Mitternacht keine sogenannte Happy Hour mit reduzierten Getränkepreisen mehr einläuten. Das sei bis jetzt üblich gewesen. "Wir wollen verhindern, dass unter 18-Jährige meinen, sie müssten deshalb noch länger bleiben und eine geordnete Auflösung der Veranstaltung ermöglichen." Ferner werden Bartels und Kollegen an diesem Abend notorischen Störern Aufenthaltsverbote für das Festhallenbereich erteilen. Diese können für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel sechs Monate ausgesprochen und bedeuten bei Zuwiderhandlung "eine Nacht in der Arrestzelle der Polizei". Mitarbeiter des Kreisjugendamtes werden bei der Abi-Fete in die Einsatzteams eingebunden sein. Ihr Augenmerk wird nach den Darlegungen von Friedrich Mensching auf der Einhaltung der Bestimmung des Jugendschutzgesetzes liegen. Dazu gehört auch die "Rückführung". Das heißt, dass Jugendliche, die sich dort nicht aufhalten dürfen oder stark alkoholisiert sind, zu ihren Erziehungsberechtigten gebracht werden -auf deren Kosten. Dieses Konzept wird mit den Veranstaltern vorab besprochen und soll laut Bergmann ermöglichen, dass auf der Fete ausgelassen gefeiert wird -ohne Ausfallerscheinungen.



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