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Feuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren stellen auf Digitalfunk um

Abhörsicher funken

Samtgemeinde Niedernwöhren. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren funken jetzt abhörsicher. Das hat der Pressewart der Samtgemeindefeuerwehr, Michael Jedamzik, mitgeteilt. Der Einsatzstellenfunk wurde am 1. Dezember ebenfalls auf Digitalfunk umgestellt. „Damit nutzt die Freiwillige Feuerwehr keinen analogen Sprechfunk mehr“, so Jedamzik.

veröffentlicht am 03.12.2015 um 19:42 Uhr

Die Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde haben die Umstellung schrittweise über das ganze Jahr 2015 verteilt. Dies war laut Jedamzik unter anderem deshalb nötig, „weil die Ausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes Schaumburg nicht alle Feuerwehrkräfte im Landkreis umschulen können“. So haben sie stattdessen sogenannte Multiplikatoren aus jeder Ortswehr ausgebildet. Diese gaben ihr Wissen an ihre Kameraden weiter. Die Ausbildung enthält einen theoretischen Teil über die Grundlagen des neuen digitalen Bündelfunkes und die daraus resultierenden Änderungen und einen praktischen Teil zum Umgang mit den Funkgeräten.

Im März sei die Umstellung des Leitstellenfunkes umgesetzt worden: „Sämtliche Feuerwehrfahrzeuge der Samtgemeinde wurden mit Digitalfunkgeräten ausgestattet und funken seitdem untereinander und mit der integrierten Regionalleitstelle der Landkreise Schaumburg und Nienburg/Weser nur noch im Digitalfunk“, berichtet Jedamzik.

Die neue Technologie löse einige Probleme, für die es im analogen Funk keine Lösung gab. Der Digitalfunk sei verschlüsselt und gelte daher als abhörsicher. Die Sprachqualität sei erhöht. Neben weiteren neuen Einsatzmöglichkeiten können im Funkbetrieb vor Ort auch Handsprechfunkgeräte als Verstärker (Repeater) eingesetzt werden, um die Reichweite der Funkgeräte zu erhöhen, indem sie die empfangenen Signale weiterleiten. Die Wehren haben die Reichweite der Funkgeräte überprüft und festgestellt, dass bei allen größeren Gebäuden die Reichweite auch ohne Repeater gegeben ist.

Wie Jedamzik sagt, üben die Feuerwehren die Handhabung der neuen Funkgeräte auch nach der Umstellung, zumal die neuen technischen Möglichkeiten auch mit einer komplexeren Bedienung der Geräte einhergehe. Für die Ortswehr Wiedensahl arbeitete Jedamzik eine Funkübung aus. Ein Trupp beschrieb einem anderen Trupp Gegenstände, die aufgezeichnet werden mussten, ohne diese zu sehen. Bei einer Landkarten-Aufgabe mussten auch Koordinaten markanter Punkte bestimmt und werden. r



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