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Geplante Wiedereröffnung verschiebt sich bis mindestens 23. Spetember

Abfluss-System kaputt: Hallenbad zu

Bad Nenndorf (fox). Aus der Hallenbad-Eröffnung wurde nichts. Während Sanierungsarbeiten haben Handwerker eine Feststellung gemacht, die den Zeitplan der Arbeiter um mindestens vier Wochen verschiebt: Das Abwassersystem ist defekt - Altersschwäche. Um das Problem zu beheben, muss der Kreis als Träger des Bades tief in die Tasche greifen: 14 000 Euro koste die Lösung des Problems, teilte Hochbauamts-Leiter Fritz Klebe mit.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:12 Uhr

Die Beckenkopf-Entwässerung im Hallenbad: Hierüber sollen künfti

Eigentlich sollte schon längst Wasser in den Becken stehen, doch weit gefehlt. Der Beckenboden ist teilweise aufgemeißelt, eine dicke Staubschicht liegt auf den Fliesen. Wie Klebe erläuterte, sind die Rohrleitungen der Entwässerungsöffnungen im Beckenboden "abgeschert". Durch diese fließen normalerweise rund 50 Prozent des Beckenwassers zur Reinigung, der Rest fließe über die Beckenköpfe ab. Diese Entdeckung ist für die Badbetreiber ärgerlich und kommt ausgesprochen ungelegen, denn am gestern sollte nach Einbau der neuen Kasse und Lüftung für 340 000 Euro (wir berichteten) eigentlich Eröffnung sein. Aber mit der Erkenntnis der defekten Abflüsse löst sich für Klebe möglicherweise auch ein Problem: Im Stahlbeton des Beckenbodens hat sich Wasser verteilt. Dies hatten Kernbohrungen vor rund drei Wochen ergeben. Wie Klebe vermutete, könnten die Entwässerungen der Grund sein. Dann könne das Grundwasser ausgeschlossen werden. Nun muss das Entwässerungskonzept des Bades kurzfristig geändert werden. Rund 14 000 Euro soll die Maßnahme kosten, bei der die Rohrkapazität erhöht wird, um künftig die gesamte Entwässerung über den Beckenkopf laufen zu lassen. Die Abflüsse im Boden des Schwimmerbeckens werden dauerhaft verschlossen. Aus Klebes Sicht bringt dies keine Nachteile mit sich, "sämtliche Schwebstoffe werden so ausgespült". Die hygienische Sicherheit des Bades habe höchste Priorität. Wann das Bad wieder eröffnen kann, ist ungewiss. Der Landkreis peilt zunächst den 23. September als Termin an. "Alle anderen Arbeiten dort laufen nach Plan", sagte Klebe. Im Keller sind bereits große Lüftungsaggregate installiert worden. Ein weiteres Problem im Hallenbad will der Landkreis künftig genau im Auge behalten. Der Beckenboden hatte sich abgesenkt, dadurch ist es im Kellerbereich zu Leckagen gekommen. Wie Klebe erklärte, ist nun ein Büro damit beauftragt worden, Sensoren im Keller an der Unterseite des Beckenbodens zu befestigen. Während der Dauer von zwölf Monaten sollen die Bewegungen des Betonbodens so beobachtet werden. Danach will der Landkreis weitere Schlüsse ziehen.



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