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Vorsitzender des Nabu erstattet Anzeige

Abfall unerlaubt auf "Schutzacker" gekippt

Hattendorf (la). Der Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu), Ortsverband Auetal, Rolf Wittmann, fährt am Wochenende gern durch die Gemeinde, um Landschafts schutz- und Nabu-Projekte zuüberprüfen. Bei seiner Inspektion an der ehemaligen "Brennstelle" der Gemeinde Auetal in der Gemarkung zwischen Hattendorf und Langenfeld ist ihm dabei wieder einmal eine Missetat bei der "Müllentsorgung" aufgefallen, die er sofort bei der Unteren Naturschutzbehörde zur Anzeige gebracht hat.

veröffentlicht am 17.04.2008 um 00:00 Uhr

Das rund 5000 Quadratmeter große Gelände liegt im Landschaftsschutzgebiet und gehört der Gemeinde Auetal. Vor einiger Zeit wurde hier in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen ein "Schutzacker" angelegt, auf dem alte Ackerkräuter wachsen und beobachtet werden. Der Nabu ist bei dieser Kooperation organisatorisch mit eingebunden und überwacht das Areal. Jetzt wurden, wie Wittmann feststellen musste, auf dem Gelände mindestens vier Lkw- oder Anhänger-Ladungen Bauschutt abgeladen. "Vermutlich wurde ein Baugrundstück ausgehoben oder neu angelegt und die überschüssige Erde abtrans portiert", so Wittmann, der zusätzlich Unrat, Steine und einen entwurzelten Baum in der Ablagerung feststellte. Der Zugang zu dem Gelände ist durch ein Flatterband abgesperrt, was aber offenbar ignoriert wurde. Der Nabu-Vorsitzende ist empört darüber, dass wieder einmal alle Bemühungen hinsichtlich des Naturschutzes missachtet wurden. "Der Verursacher muss die Stelle, die in früheren Jahren von der Gemeinde als Brennplatz genutzt wurde, gekannt haben, denn sie ist von der Langenfelder Straße nicht einsehbar." Einen weiteren Landschaftsfrevel machte Wittmann noch am Kammweg zwischen Rehren und Hattendorf ausfindig. Dort wurden unsachgemäß Hecken und Sträucher geschnitten oder durch den Einsatz landwirtschaftlicher Geräte stark beschädigt. In beiden Fällen bittet der Nabu um Hilfe aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise nehmen der Nabu und die Gemeinde entgegen.



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