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Abdul: Operation in zwei, drei Wochen

Stadthagen (sk). Für Abdul aus dem afghanischen Kunduz, der seit Ostern im Stadthäger Krankenhaus auf eine Therapie wartet (wir berichteten), hat der behandelnde Urologe, Uwe Tischmeier, eine gute Nachricht gehabt. Die Diagnose konnte mit dem "bestmöglichen Ergebnis" für Abdul abgeschlossen werden.

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

Der Junge muss aufgrund einer Harnabflussstörung - Folge einer Beckenverletzung durch einen Autounfall - mit einem Katheter durch die Bauchdecke leben. In Abduls Heimat ist dies aus hygienischen und pflegetechnischen Gründen nicht praktikabel. Der Junge, der bereits mehrere Monate in einem deutschen Feldlazarett betreut worden war, war vom Tod durch Nierenversagen bedroht gewesen. In Stadthagen soll ihm operativ geholfen und die Harnabflussstörung beseitigt werden. Zum Glück habe sich ergeben, dass die Blase - durch lange Inaktivität zur Schrumpfblase degeneriert - wieder funktionsfähig wird, so Tischmeier. In den vergangenen Wochen habe das Organ bereits das doppelte Volumen erreicht. Außerdem müsse der Schließmuskel im Bereich der Harnröhre nicht ersetzt werden. Dies war befürchtet worden. Der Junge werde nicht inkontinent und bleibe zeugungsfähig, so Tischmeier. Die Operation, an der ein Urologe aus Hamburg teilnehmen wird, soll in zwei bis drei Wochen stattfinden.



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