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Kinderkrippe offiziell eingeweiht / Politiker investieren 28 000 Euro / Es gibt bereits eine Warteliste

Ab jetzt ist Platz für Eilsens jüngste Erdenbürger

Heeßen (tw). Das wird die Eilser Eltern freuen: In der Samtgemeinde können ab sofort Kinder bereits vom vollendeten ersten Lebensjahr an und bis zum Ende der Grundschulzeit betreut werden. Dass dieses Angebot nun erstmals auch für die jüngsten E rdenbürger gilt, liegt daran, dass der ev.-luth. Kindergarten "Eilsen I" jetzt über eine angegliederte Krippe verfügt. Anlässlich einer gemeinsamen Feierstunde mit Repräsentanten aus Rathaus, Kirche, Politik und Kindergarten haben die 15 Knirpse die Einrichtung an der Heeßer Schulstraße am Montagmittag offiziell in Besitz genommen.

veröffentlicht am 26.11.2008 um 00:00 Uhr

"Was blitzt denn da?", fragen sich die Krippenkinder mit großen

Zwar gibt es erst in fünf Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz - "doch die Nachfrage in Eilsen war und ist schon jetzt groß", weiß Pastor Lutz Gräber. Die ev.-luth. Kirchengemeinde hatte die Kinderkrippe bereits im August 2007 auf den Weg gebracht, als in Heeßen erste Erfahrungen mit einer altersgemischten Gruppe von drei Steppkes gesammelt wurden. "Dass es dann am Ende vergleichsweise lange gedauert hat, bis wir eine ,richtige' Krippengruppe zusammen hatten, lag daran, dass wir die Kinder nach dem ,Berliner (Eingewöhnungs-)Modell' aufgenommen haben", erinnert Gräber. Sowohl der Pastor als auch Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann sind "froh und glücklich" darüber, dass es - wie zuvor schon in den beiden Kindergärten - nicht die Kommune, sondern die Kirche ist, welche die Betreuung des Eilser Nachwuchses übernehmen darf. Die Zusammenarbeit von Rat- und Gotteshaus klappe "exzellent". Zwar ist die von zwei Fachkräften betreute Gruppe mit den besagten 15 Knirpsen derzeit ausgebucht, aber: "Wir haben noch einen Raum im neuen Kindergarten ,Eilsen II' frei, haben also für die Zukunft noch etwas Luft", freut sich Schönemann. Sofern der Bedarf da ist, könne auch dieser Raum eines Tages zur Krippe werden. Die Samtgemeinde hatte in den Umbau der vorhandenen Kindergartenräume zur Krippe insgesamt 28 000 Euro investiert. Konkret: 11 000 Euro im Juli 2007, als in einem ersten Bauabschnitt die neue Elektrik und die Sanitäranlagen installiert, die Fliesen verlegt und die Möbel aufgestellt wurden. Weitere 17 000 Euro flossen im August in das Objekt, als die Maler für einen frischen Anstrich sorgten, (Außen-)Spielgeräte aufgestellt und die Ausstattung für die Küche angeschafft wurde. Als letztes wünschen sich die Mitarbeiterinnen jetzt noch einen trennenden Zaun - und der Samtgemeindebürger augenzwinkernd einen "reichen Kindersegen". Modalitäten: Im Gespräch mit der Redaktion nennt Pastor Lutz Gräber für den Krippenbesuch folgende Modalitäten: Kinder ab einem Mindestalter von einem Jahr können an der Schulstraße wahlweise ganztags (7 bis 17.30 Uhr), aber auch nur vor- oder nachmittags betreut werden. Die Kosten für die Ganztagsbetreuung betragen 280 Euro, diejenigen für die vierstündige Kernzeitbetreuung 140 Euro im Monat. Zusätzlich fallen 55 Euro für Mittagessen an. "Derzeit", so Gräber, "ist die Krippengruppe voll." Es gibt eine Warteliste mit etwa zehn Einträgen, die Auswahl erfolgt nach sozialen Kriterien. Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, haben sie Anspruch auf einen Wechsel in den benachbarten Kindergarten. Der Pastor: "Sollte dort einmal kein Platz frei sein, bleiben sie zunächst in der Krippe. Die Eltern zahlen dann aber nur den - günstigeren - Kindergartenbeitrag." Nicht zu vergessen: Die Leitung der Einrichtung wird Renate Anderten zum 1. Januar 2009 von ihrer Vorgängerin Christel Feindt übernehmen, die aus persönlichen Gründen in den Ruhestand geht. Anderten hatte bislang die Vizeleitung inne - und ist mit den Abläufen an der Schulstraße bestens vertraut. Mehr Infos im Kindergarten: (0 57 22) 8 46 04.



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