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Einstimmige Entscheidung im Gemeinderat / Strenge Auflagen beschlossen / Dorfjugend bringt den Stein ins Rollen

Ab jetzt darf in Heeßen wieder plakatiert werden

Heeßen (möh). Das leidige Thema Plakatierung an den Straßenlampen und Hinweise, die noch Monate nach einer Veranstaltung vor sich hin gammeln, beschäftigten jetzt den Rat Heeßen. Das Gremium beschloss, die Plakatierung, die bisher verboten war, nach bestimmten Regeln wieder zu genehmigen. Allerdings, so Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU), kann derBeschluss bei schlechten Erfahrungen sofort wieder geändert werden.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

Diesem Beschluss des Rates der Gemeinde Heeßen geht ein aktueller Anlass voraus. Die Dorfjugend beantragte nämlich, für das Erntefest in Heeßen, das am kommenden Wochenende (26./27./28. September) stattfindet, Plakate aufhängen zu dürfen. Bisher galt innerhalb der Gemeinde die Regelung, bei Anfragen nach Plakatierungen zum Beispiel für Märkte oder Gewerbeflächen keine Flächen vorzusehen. Für das Aufstellen von Schildern und Plakaten an Zäunen hat sich der Veranstalter mit dem Grundstückseigentümer auseinanderzusetzen. Aufgrund von Beschwerden in den vergangenen Jahren, dass Schilder an den Masten der Straßenbeleuchtung nicht ordnungsgemäß nach der Veranstaltung entfernt wurden, war bisher allgemeiner Tenor, keine Plakatierung an öffentlichen Anlagen zu genehmigen. Die Verwaltung der Gemeinde Heeßen regte nun an, diese Entscheidung zu überdenken und die Möglichkeit einer Plakatierung für Veranstaltungen in der Samtgemeinde zu genehmigen. So beschloss der Gemeinderat einstimmig, Plakatierungen von Festen und Veranstaltungen im Bereich der Samtgemeinde an Laternenmasten generell zu genehmigen, allerdings mit Auflagen. So wird das Anbringen von Werbeträgern an anderen öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Bushaltestellen nicht genehmigt. Die Werbeträger sind mit der untersten Kante in einer Höhe von mindestens zwei Meter anzubringen Sie sind so zu befestigen, dass sie sich nicht von allein ablösen oder herunter fallen. Grundsätzlich, so der Gemeinderat, ist bei der Plakatierung darauf zu achten, dass keine Sichtbeeinträchtigung bei Verkehrsschildern und Kreuzungen entsteht. Die Werbeträger dürfen zwei Wochen vor der Veranstaltung angebracht werden und sind innerhalb von drei Tagen nach Ende der Veranstaltung zu entfernen. Sollten Schäden an den öffentlichen Anlagen entstehen, sind sie dem Straßenbaulastträger zu ersetzen. Wenn Schilder und Plakate an Zäunen angebracht werden sollen, muss sich der Veranstalter auch weiterhin mit dem Grundstückseigentümer in Verbindung setzen. Die Heeßer Dorfjugend reagierte daraufhin schnell. Innerhalb kürzester Zeit sind viele der Straßenlampen im Dorf mit Hinweisschildern auf das große Erntefest versehen worden. In einer Höhe von mindestens zwei Metern, wie es der Gemeinderat zur Auflage gemacht hat.

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