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Familie Stade kehrt mit Riesenbeute zurück / "Superernten" auch im Möllenbecker Wald

"Ab in die Pilze" - die Jagdzeit hat begonnen

Hohenrode (ur). Gewusst wie, gewusst wann und vor allem: gewusst wo!

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

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Am vergangenen Sonnabend beim Frühstück kam man bei Familie Stade in Hohenrode auf den Gedanken, dass es am Sonntag zum Braten doch vielleicht frisch geerntete Pilze aus dem nahen Walde geben könnte. Mit nicht allzu großen Erwartungen zog man los - nicht einmal einen geräumigen Korb dabei. Doch schon nach kurzer Zeit wurde man fündig - und danach immer wieder, sodass man wohl auch einen großen Behälter hätte füllen können. So mussten dann Kleidungsstücke als improvisierte Tragebeute herhalten, denn es fanden sich Mengen, die es angeraten sein ließen, ganz auf den Braten zu verzichten und für das sonntägliche Festmahl allein auf die Pilze zu setzen: Schon die Steinpilzausbeute betrug über drei Kilo - darunter ziemlich große und doch gut erhaltene Brocken, wie der zum Vergleich mit auf das Foto gelegte Kugelschreiber belegt. Der Steinpilz gehört der Gattung der Dickröhrlinge an und zeichnet sich durch junge weiße, erst mit zunehmender Sporenreife blassgelb verfärbende Poren aus. Nach Bruch oder Anschnitt verfärbt sich das Fleisch nicht. Zu finden ist der ausgezeichnete Speisepilz von Spätsommer bis in den November hinein. Er kann bis zu 20 Zentimeter hoch und der "Hut" bis zu 20 Zentimeter breit werden. Auch aus Möllenbecker Wald und Heidelbecker Forst wurden bereits Superernten gemeldet. Es scheint sich in diesem Jahr, vielleicht passend zur abschwächenden Konjunktur, mal wieder richtig zu lohnen, "in die Pilze zu gehen". Wobei bei diesem kulinarischen Sport natürlich immer wieder gilt: "Gewusst wie, gewusst wann und vor allem: gewusst wo..."

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