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Unterhalt kleiner und mittlerer Autos wird günstiger / Fahrzeugbestand und Anzahl der Neuzulassungen angestiegen

Ab heute höhere Steuer für große Spritschlucker

Hameln (wul/afp) Wer einen VW Passat Diesel fährt, kann sich ab 1. Juli 2009 über 100 Euro pro Jahr mehr in der Tasche freuen. Wer dagegen die Kurven mit einem Porsche Boxter nimmt, zahlt 76 Euro mehr als vorher – „je nachdem“ muss noch hinzugefügt werden, je nach Hubraum und seit heute auch je nach Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) und nur, wenn es sich um einen Neuwagen handelt, der nach dem 1. Juli zugelassen wird. Auf den Punkt gebracht, bedeutet die neue Kfz-Steuer: Ist groß, schluckt viel, wird teurer. Was klein oder mittelgroß ist, profitiert laut Bundesfinanzministerium. Auch die meisten Dieselfahrzeuge kommen demnach besser weg als vorher.

veröffentlicht am 30.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln (wul/afp) Wer einen VW Passat Diesel fährt, kann sich ab heute über 100 Euro pro Jahr mehr in der Tasche freuen. Wer dagegen die Kurven mit einem Porsche Boxter nimmt, zahlt 76 Euro mehr als vorher – „je nachdem“ muss noch hinzugefügt werden, je nach Hubraum und seit heute auch je nach Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) und nur, wenn es sich um einen Neuwagen handelt, der nach dem 1. Juli zugelassen wird. Auf den Punkt gebracht, bedeutet die neue Kfz-Steuer: Ist groß, schluckt viel, wird teurer. Was klein oder mittelgroß ist, profitiert laut Bundesfinanzministerium. Auch die meisten Dieselfahrzeuge kommen demnach besser weg als vorher.

Den neuen Tarifen zufolge werden bei Benzinern für je 100 Kubikzentimeter Hubraum zwei Euro Steuer fällig, bei Dieselfahrzeugen 9,50 Euro. Zudem müssen für je ein Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer noch einmal zwei Euro gezahlt werden. Dabei bleibt allerdings ein CO2-Ausstoß von bis zu 120 Gramm zunächst steuerfrei. Ab 2012 sinkt dieser Wert auf 110 Gramm und 2014 auf 95 Gramm. Diese Grenzwerte sind dann für alle Neuzulassungen gültig. Hersteller, so die Idee dahinter, sollen dazu gebracht werden, schadstoffärmere Wagen zu produzieren. Für Pkw, die vor dem 5. November 2008 erstmals zugelassen wurden, ändert sich zunächst nichts. Sie unterliegen der „alten“ Hubraum bezogenen Kfz-Steuer. Ab dem Jahr 2013 soll der Altbestand in die CO2-Steuer überführt werden. Für Fahrzeuge, die zwischen dem 5. November und 30. Juni 2009 zugelassen wurden und die steuerbefreit waren, wird das für den Halter günstigere Modell gewählt. Das Finanzamt überprüft die Daten von sich aus.

Nachfolgend Beispiele für Änderungen: Benziner

Für einen „Smart fortwo“ mit 999 Kubikzentimetern Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 112 Gramm pro Kilometer sinkt die Steuer von 67 auf 20 Euro.

Für einen VW Golf mit 1390 Kubikzentimetern Hubraum und einem Ausstoß von 149 Gramm CO2 pro Kilometer sinkt der Betrag von 94 auf 86 Euro.

Für den Mercedes A170 mit 1699 Kubikzentimetern Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 157 Gramm pro Kilometer verringert sich die Steuer von 114 auf 108 Euro.

Beim Porsche Boxster mit 2678 Kubikzentimetern Hubraum und einem Ausstoß von 222 Gramm CO2 steigt die Steuer von 182 auf 258 Euro.

Beim BMW der 5er Reihe mit 4799 Kubikzentimetern Hubraum und einem CO2 von 246 Gramm erhöht sich die Steuer von 324 auf 348 Euro.

Diesel

Für einen Opel Agila mit 1248 Kubikmetern Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer werden statt bisher 200 Euro künftig noch 123 Euro Steuern fällig.

Für den Ford Focus mit 1560 Kubikzentimetern und einem CO2-Ausstoß von 119 Gramm müssen statt 247 Euro nur noch 152 Euro an Steuern bezahlt werden.

Beim VW Passat mit 1960 Kubikzentimetern Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 129 Gramm CO2 pro Kilometer sinkt die Steuer von 308 auf 208 Euro.

Für den Mercedes GLK320 mit 2987 Kubikzentimetern Hubraum und 220 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer steigt die Steuer von 463 auf 485 Euro.

Beim Audi A8 mit 4134 Kubikzentimetern Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 249 Gramm erhöht sich der Betrag von 648 auf 657 Euro.

Mehr Autos im Landkreis

Die Anfang des Jahres eingeführte Abwrackprämie hat sich offenbar unterdessen auf die Neuzulassungen auch im Landkreis Hameln-Pyrmont ausgewirkt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2581 Stück) wurden hier im ersten Halbjahr 2009 30 Prozent mehr Kraftfahrzeuge zugelassen. Insgesamt waren es 3380. Auch der Fahrzeugbestand stieg an. Zum Jahresende betrug er 117 780 Kraftfahrzeuge, gestern waren 2974 mehr gemeldet. Bundesweit wurden im ersten Quartal 12,3 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr gemeldet.



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