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Ab Dezember: Biogasanlage am Schäferhof

Stadthagen (jl). Den Betrieben im Gewerbegebiet "Griepkämpe" steht von Dezember an eine neue Wärmequelle zur Verfügung. Das ist eine Biogasanlage, die zurzeit in der Nähe des Probsthäger Schäferhofs entsteht. Vier Landwirte und der Raiffeisen Landbund Niedernwöhren investieren dort rund 2,4 Millionen Euro.

veröffentlicht am 06.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Bodenplatte für die Silage ist fertig. Der Rohstoff für die Anlage wird nach Angaben von Landbund-Geschäftsführer Wilhelm Gottschalk zu zwei Teilen aus Mais und einem Teil aus Ganzpflanzensilage (GPS) bestehen. Dabei handelt es zum Beispiel um Roggen, der vor der Ausbildung der Körner gemäht wird. Der Rohstoff wird von Feldern kommen, die im Radius von maximal zehn Kilometern um die Anlage herum liegen. Längere Anfahrtswege sind laut Gottschalk nicht wirtschaftlich. Wenn die Anlage startet, wird sie täglich rund 34 Tonnen "Futter" brauchen. Diese werden nicht "just in time" angeliefert, wie es bei Logistikern heißt, sondern in größeren Schüben während der Erntezeiten. Vom Lieferverkehr werden die Probsthäger nicht viel mitbekommen, weil die Biogasanlage direkt an die Nordost-Tangente angebunden ist. Die Anlage soll pro Stunde 716 Kilowatt Strom produzieren, der insöffentliche Netz eingespeist wird. Das zweite Produkt der Biogasanlage ist Wärme, die die Betreiber verkaufen wollen.

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