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Schöttelndreier: Autobahnbauarbeiten so schnell wie möglich beenden / Priemer und Bartling: Zuständigkeitsprobleme

A 2: "Situation unerträglich" - Landrat fordert Abhilfe

Landkreis/Auetal (rnk). Offiziell hat sich Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier jetzt an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gewandt. Die Verkehrsbelastungen des Schaumburger Landes hätten sich durch die Autobahnbaustelle "drastisch verschärft", inzwischen sei die Situation "unerträglich". Schöttelndreier fordert einen zügigen Abschluss der Bauarbeiten und im Radio eine Empfehlung weiträumiger Umleitungsstrecken.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:51 Uhr

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Die Belastungen durch die Baustelle auf der A 2 in Rehren seien bereits Gegenstand einer größeren Besprechung verschiedener Dienststellen gewesen, erinnert Schöttelndreier. Dabei sei es darum gegangen, Wege zu finden, wie die negativen Verkehrsauswirkungen minimiert werden könnten. Durchaus mit Erfolg: So sei ein Ergebnis, dass in Rehren "auf der Bedarfsumleitungsstrecke eine verkehrsabhängig geschaltete Signalanlage" installiert wurde (wir berichteten). Seither staut sich der Verkehr in Rehren nicht mehr so schlimm wie in den Anfangstagen der Baustelle. Dennoch: Trotz der getroffenen Maßnahmen hätten sich die Verkehrsbelastungen im Schaumburger Land drastisch verschärft. Und in den zurückliegenden Tagen ist es vermehrt zu Unfällen auf der A 2 gekommen, die zu chaotischen Verkehrssituationen geführt haben. Schöttelndreier: "Die Landesstraße 443 war und ist hoffnungslos überlastet." Zeitweise gebe es auch auf der Bundesstraße 65 kein Durchkommen mehr. "Die Gesamtsituation ist für das Schaumburger Land inzwischen unerträglich." Sorgen bereitet dem Landrat des Weiteren, dass bei Unfällen auf der A 2 die Rettungsfahrzeuge nur unter erschwerten Bedingungen zu den Unfallorten gelangen können. Mit Blick auf die dargestellte Situation wende er sich mit dem dringenden Appell an die Landesbehörde, die Bauarbeiten auf der Autobahn zügig voranzutreiben und so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen. Darüber hinaus, so Schöttelndreier, wäre es äußerst hilfreich, wenn erreicht werden könnte, dass bei Radiodurchsagen weiträumige Umleitungsstrecken empfohlen werden, nicht aberdie ohnehin schon stark belastete Bundesstraße 65. Und daher: "Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich der Angelegenheit annehmen könnten." Im laufenden Radioprogramm von NDR 1 hat ein Sprecher der Landesbehörde die Vorwürfe des Landrats gestern zurückgewiesen. Auetals Bürgermeister Thomas Priemer wiederholte gestern im Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Heiner Bartling seine Forderung nach einem Überholverbot für Lastwagen auf dem kurven- und steigungsreichen Abschnitt zwischen den Abfahrten Rehren und Bad Nenndorf. Am 5. Januar habe er seinen Antrag gestellt, erst drei Monate später habe er eine Kurzmitteilung erhalten, die besagte, dass der Antrag eingegangen ist. "Das war keine direkte Antwort", so Priemer. Er betrachte seinen Antrag daher weiterhin als gestellt: "Die Anfrage lebt immer noch." Denn seit Januar habe er keinerlei neue Erkenntnisse gewinnen können, dass ein Überholverbot für Lkw auf der A 2 nicht eine deutliche Verbesserung darstellen würde. Er habe, so Priemer, den Eindruck, als wenn die Zuständigkeiten zwischen Landkreis und Landesbehörde nicht deutlich genug geklärt seien. Bartling pflichtete ihm bei: Nach der Auflösung der Bezirksregierung gebe es zuweilen Zuständigkeitsprobleme. Der Landtagsabgeordnete verwies auf zurückliegende Erfahrungen: Zur Zeit der Expo sei in Richtung Braunschweig ein Überholverbot für Lastwagen angeordnet worden - auf einer Strecke, die längst nicht so kurvenreich und steil ist wie die im Auetal. Die Folge im Bereich Braunschweig: kaum Unfälle. Als Folgeerscheinung des Umleitungsverkehrs forderte Priemer gestern Bartling auf, sich dafür einzusetzen, dass der Radwegebau an Umleitungsstrecken Priorität haben müssen. Priemer hatte dabei den zunehmenen Verkehr von Apelern in Richtung Rehren im Blick: Bei den auftretenden Gefährdungen für Fußgänger und Radfahrer sei dies eine naheliegende Idee. Fand Bartling auch: "Das sollteumgesetzt werden." Bislang genieße der Radwegebau nur an offiziellen Umleitungsstrecken Priorität - und nicht dort, wo er tatsächlich stattfinde und Menschen gefährde. Dass dies ein großer Unterschied ist, das lernt das Auetal gerade auf bittere Art und Weise.

Auf Deutsch, Polnisch und Russisch wird auf der A 2 vor Stau gew
  • Auf Deutsch, Polnisch und Russisch wird auf der A 2 vor Stau gewarnt.
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  • Stoßstange an Stoßstange: Die Verkehrsbelastung auf dem "Auetal-Highway" wächst und wächst, denn immer häufiger passieren auf der A 2 schwere Unfälle, die - zusätzlich zur Dauerbaustelle - Staus verursachen. Fotos: tol


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