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Priemer: "Nur leere Versprechungen"

A 2: Immer mehr Einsätze, aber Geld bleibt aus

Auetal (la). Bei derÜbergabe des neuen Einsatzleitwagens an die Ortsfeuerwehren der Gemeinde Auetal (siehe nebenstehender Artikel) kam wieder einmal das Thema der fehlenden Unterstützung der Feuerwehren durch das Land und den Bund zur Sprache. Vor allem die Autobahn fordert die ehrenamtlichen Einsatzkräfte immer mehr, und auch die Gemeindekasse wird dadurch überdurchschnittlich belastet.

veröffentlicht am 10.11.2007 um 00:00 Uhr

"Immer wieder vor Wahlen tauchen hier Landes- und Bundespolitiker auf und versprechen uns Unterstützung. Aber nichts geschieht", stellt Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold verärgert fest. Vor einigen Jahren seien es der damalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters oder der Bundestagsabgeordnete der CDU, Werner Siemann, gewesen, die sich die Nöte und Sorgen der Feuerwehrleute angehört haben. Aber passiert sei nichts. "Als ich im Januar dieses Jahres auf die Problematik auf der Autobahn hingewiesen habe und das durch alle Medien ging, hat sich kein einziger Politiker bei mir gemeldet und seine Unterstützung zugesagt", sagte Bürgermeister Thomas Priemer, der davon überzeugt ist, dass die bevorstehende Landtagswahl wieder einige Politiker in das Auetal führen wird. "Aber außer leeren Versprechungen werden die nichts mitbringen." Dabei müsse dringend etwas getan werden. "Die Einsätze auf der Autobahn werden immer häufiger und die Unfälle immer schwerer. Die Belastung für die Feuerwehrleute wächst", sagt Nothold. Dazu kämen die zusätzlichen Aufgaben, um Kosten zu sparen. Als Beispiel nennt er die Umrüstung des Bulli zum ELW in Eigenregie und den Ausbau der Feuerwehrgerätehäuser in der Freizeit. "Eigentlich würde eine Stützpunktfeuerwehr im Auetal ausreichen, aber durch die Autobahn benötigen wir die Stützpunkte in Rehren und Rolfshagen", so Nothold. Durch die Einsätze auf der A 2 seien auch zusätzliche Feuerwehrfahrzeuge und Geräte wie Scheren und Spreizer notwendig. "Im Umgang mit diesen Geräten müssen unsere Feuerwehrleute auch ausgebildet sein", so Nothold. Zwar würden diese problemlos von ihren Arbeitgebern für die Einsätze freigestellt, aber Aus- und Fortbildungen müssten oft an den Wochenenden oder im Urlaub stattfinden. Viele Stunden verbringen die Feuerwehrleute bei Einsätzen auf der Autobahn - oftmals mitten in der Nacht. Dabei müssen sie Schwerverletzte und Tote bergen. "Der psychologische Dienst kann zwar angefordert werden, aber oft wird er nicht in Anspruch genommen", stellt Rolfshagens Ortsbrandmeister Rüdiger Teich fest. "Die meisten von uns sind schon abgestumpft", meint Rehrens Ortsbrandmeister Thomas König. "Es muss nicht nur noch mehr für die Verkehrssicherheit auf der Autobahn getan werden, unsere Feuerwehren benötigen dringend mehr Unterstützung. Vor allem finanzieller Art", fordert Priemer.



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