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10 Millionen Euro teurer endgültiger Ausbau beginnt Ende November und dauert zwei Jahre

A 2: Flüsterasphalt auf allen sechs Fahrspuren

Landkreis/Auetal (la). Der endgültige Ausbau der Autobahn 2 zwischen Rehren und der Ausfahrt Bad Eilsen Ost soll Ende November beginnen und etwa zwei Jahre dauern. Für die Autofahrer wird das wieder eine Geduldsprobe, denn durch Sperrungen von mindestens zwei Spuren, ist mit langen Staus auf der vielbefahrenen Strecke zu rechnen.

veröffentlicht am 25.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Autobahnunterführung an der Auetaler Unabhängigkeitsstraße w

Zunächst sollen auf der drei Kilometer langen Strecke die Entwässerungsrohre im Mittelstreifen erneuert werden. Das gesamte Rohrsystem wird dann an die bereits im Bau befindlichen Regenrückhaltebecken an der Landesstraße 443 und der Kreisstraße 74 angeschlossen. Kurz vor der Ortseinfahrt Bernsen wird Anfang 2007, unterhalb der Autobahn, ein drittes Regenrückhaltebecken gebaut. "Während der Baumaßnahme am Mittelstreifen wird der Verkehr auf beiden Seiten zweispurig laufen", berichtet Joachim Ernst, Amtsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover. Ebenfalls Anfang 2007 soll mit der Erneuerung des Standstreifens auf der Südseite der Autobahn begonnen werden. 2008 folgt dann die Verbreiterung der Autobahn auf der Nordseite. Dort fehlt noch eine Standspur, die dann gebaut werden soll. Außerdem muss die gesamte sechsspurige Fahrbahn in dem drei Kilometer langen Bereich erneuert werden, um Spurrillen und andere Straßenschäden zu beseitigen. Auf alle sechs Fahrspuren wird dann eine offenporige Asphaltdeckschicht - der so genannte Flüsterasphalt - mit einer Lärmpegelminderung von mindestens fünf Dezibel aufgetragen. Zusätzlich sollen die Bürger der Bernser Landwehr durch eine 1,5 Kilometer lange Lärmschutzwand vor weiterer Geräuschbelästigung durch die Autobahn geschützt werden. "Die notwendigen Grundstückskäufe für das Regenrückhaltebecken und die Verbreiterung der Autobahn sind bereits getätigt", berichtet der zukünftige Auetaler Bürgermeister, Thomas Priemer, der die Landesbehörde bei dem Projekt unterstützt hat. Auf der Nordseite der A 2 werden für die Verbreiterung der Autobahn noch zahlreiche Bäume gefällt werden müssen - ein weiterer Einschnitt in die Landschaft. Zwei Brücken befinden sich in dem geplanten Bauabschnitt. "Diese Bauwerke wurden bereits beim Ausbau der Autobahn erweitert. Jetzt müssen sie komplett abgerissen und neu gebaut werden", sagt Joachim Ernst. Der Grund: Die Widerlager seien nicht mehr erweiterbar. Zehn Millionen Euro kostet der endgültige Ausbau der Autobahn 2 in dem genannten Bereich, und die Bauarbeiten werden mindestens bis Ende 2008 andauern. Der Verkehr wird während der Baumaßnahme mit 3:1 oder 4:0 Fahrbahnen durch den Baustellenbereich geführt. Das bedeutet, dass jeweils die Nord- oder die Südseite zeitweise ganz gesperrt sind und der Verkehr auf der gegenüberliegenden Seite entlang geführt wird, oder eine Spur auf der Baustellenseite verbleibt und eine weitere auf der gegenüberliegenden Seite. Es werden in jedem Fall zwei Spuren weniger zur Verfügung stehen als zurzeit.

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