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Überraschung über Rücktritt von Beck

Landkreis (ssr). Die Nachricht schlug gestern Nachmittag wie eine Bombe ein: SPD-Chef Kurt Beck tritt zurück. Wie bewerten die Schaumburger Genossen diesen Schritt? "Überrascht" zeigte sich der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker: "Ihm gehört Dank für die zeitgemäße inhaltliche Aufstellung der SPD." Dass Franz Müntefering den Parteivorsitz übernehmen soll, begrüßt Becker: "Müntefering steht für beide Teile der SPD, er steht für das traditionelle Wertesystem der SPD genauso wie für die politischen Notwendigkeiten der Gegenwart." Über die Kanzlerkandidatur Frank-Walter Steinmeiers ist Becker froh. Dieser werde sehr wohl in der Lage sein, "seine fachliche politische Kompetenzim Wahlkampf zu verkör pern".

veröffentlicht am 08.09.2008 um 00:00 Uhr

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy begrüßte die personellen Weichenstellungen. Allerdings zeigte auch er sich vom Rücktritt Becks überrascht: "Er hätte das nicht tun müssen." Offenbar sehe sich Beck als Opfer einer Medienkampagne. Für den Parteivorsitz gebe es derzeit "keinen besseren als Müntefering", ist Edathy überzeugt: "Erist in allen Teilen der Partei willkommen." Auf die verbreitete Skepsis angesprochen, ob Steinmeier ein guter Wahlkämpfer sei, sagte Edathy: "Steinmeier verfügt über glänzende rhetorische Fähigkeiten - der ist fürs Festzelt tauglich." Das Duo Müntefering/Steinmeier entspreche seiner "Traumvorstellung", sagte der Landtagsabgeordnete Heiner Bartling. Unter Beck habe es "an Autorität an der Spitze gefehlt", kritisierte der Abgeordnete. Müntefering sei "der einzige, der den Laden zusammenhalten und die SPD aus der prekären Lage herausholen kann", fügte Bartling hinzu. Der designierte Vorsitzende könne auch jene gewinnen, "die immer noch weinen, wie schlimm die Agenda 2010 sei".

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