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Sprengplattierung: Firma Barbara will "Projektüberprüfen"

Überrascht vom massiven Protest

Kleinenbremen (mt/dh). Hinter den umstrittenen Ansiedlungsplänen der Firma Dyna Energetics in Kleinenbremen steht ein dickes Fragezeichen. Mit solch großem Widerstand haben die verantwortlichen Firmen offenbar nicht gerechnet.

veröffentlicht am 17.01.2008 um 00:00 Uhr

"Es wird kritischer, als wir gedacht haben", sagte Jürgen Müller, Geschäftsführer der Barbara Erzbergbau GmbH auf Anfrage. Zwar verstehe er die Ängste der Bürger, so Müller weiter, sei aber überrascht von dem massiven Widerstand, der sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Bürgerschaft formiert habe. "Wir werden dem Rechnung tragen und das Projekt dahingehend überprüfen", sagte Müller. Anöffentlichen Spekulationen darüber, ob die Ansiedlung von Dyna Energetics (Burbach) überhaupt noch realistisch ist, will Müller sich nicht beteiligen. "Wir werden alles Nötige mit unserem Geschäftspartner besprechen." In der Grube Bergmannsglück, gelegen im früheren Steinbruch Schiewe, will die expandierende Firma Dyna Energetics als Pächterin der Barbara mit Hilfe unterirdischer Sprengungen Metalle verbinden. Sprengplattierung ist der Fachbegriff dafür. Wie berichtet, haben Anwohner Unterschriften gesammelt, um die unterirdischen Sprengungen zu verhindern. Der SPD-Ortsverein ruft für den heutigen Donnerstag, 17. Januar, zu einer Bürgerversammlung in der Gaststätte "Zur schönen Aussicht" auf. Beginn ist um 18 Uhr. Mit dabei ist dann auch Wolfgang Kasper, der für Dyna Energetics das Portaner Projekt betreut. Er will Aufklärungsarbeit leisten, weil hinsichtlich der Sprengungen und ihren Auswirkungen "überwiegend mit Spekulationen gearbeitet wird" und weniger mit Fakten, wie er mitteilte. Trotz des Widerstands in der Bevölkerung bereitet Dyna Energetics weitere Probesprengungen in Bergmannsglück vor. Die nächsten sollen allerdings nicht wie geplant im Januar stattfinden, sondern erst am 12. Februar. "Wenn sich dann herausstellen sollte, dass die Belastung für die Umgebung zu groß ist, hat sich das Projekt erledigt", sagte Kasper. Allerdings seien die Messergebnisse bei der ersten Probesprengung im November aus Sicht des Unternehmens recht viel versprechend gewesen. Keine Auswirkungen auf eine mögliche Ansiedlung in Porta Westfalica haben laut Kasper die neuen Eigentumsverhältnisse bei Dyna Energetics. Das Unternehmen gehört bereits seit November zum US-Unternehmen DMC in Boulder (Colorado). "Am operativen Geschäft ändert sich nichts."

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