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Duell der Kellerkinder: SG Hohnhorst-Haste gegen MTV Obernkirchen

Überlebenskampf im Derby: Dem Verlierer droht ein Abstiegskrimi

Verlieren, verboten: Dieses Motto gilt für Torsten Schwitzer und dem MTV Obernkirchen im Derby bei der SG Haste. Foto: ph Handball (hga). Es ist soweit: In der Oberliga treffen die SG Hohnhorst-Haste und der MTV Obernkirchen zu einem Schaumburger Derby aufeinander. Die Haster Sporthalle wird gut gefüllt sein, die Zuschauer freuen sich auf ein zukunftsweisendes Spiel.

veröffentlicht am 11.11.2006 um 00:00 Uhr

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Beide spielen gegen den Abstieg, der MTV ziert zurzeit mit 2:12-Punkten auf Platz 16 das Tabellenende. Auf Seiten der gastgebenden SG sieht die Sache kaum besser aus, auf Platz 13 mit 4:12-Punkten kämpft die SG ebenfalls um die Klasse. Für die SG kennzeichnet dieses Derby das erste von drei Spielen gegen unmittelbare Konkurrenten um den Klassenerhalt, während auf den MTV ziemlich schwere Brocken warten. Das macht dieses Spiel wichtig, beide müssen gewinnen, um wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Spielerisch werden wenige Höhepunkte zu sehen sein, Kampf ist Trumpf. Im HVN-Pokal unterlag der MTV gegen die SG 33:43, da waren die Vorzeichen andere. Ohne Trainer und Disziplin spielte der MTV, das hat sich geändert, seit Saulius Tonkunas das Traineramt übernahm. Vier Trainingseinheiten pro Woche setzte Tonkunas an, der MTV hat Probleme im physischen Bereich. Über den Kampf versucht der MTV dazu, fehlende spielerische Güte zu ersetzen. Bei der 20:33-Niederlage gegen den TSV Barsinghausen setzte es allein in Hälfte zwei neun Zeitstrafen für den MTV. "Gegen Haste waren es immer harte Kampfspiele, um Schönheit geht es hier nicht", signalisiert Tonkunas Kampfgeist. Das sollte für die SG als Hinweis reichen, hier kommt viel Arbeit auf die Abwehr zu. "Das wird ein interessantes Spiel, ich warte schon lange darauf. Einen Heimvorteil gibt es in diesem Derby nicht, die besseren Nerven werden entscheiden", sagt Tonkunas. Gespannt werden die SG-Fans auf den Auftritt ihrer Mannschaft warten. Am vergangenen Wochenende schied das Siegesmund-Team bei der HSG Northeim aus dem HVN-Pokal aus. Dort zeigte vor allem Tim Kirchmann, obwohl grippekrank, eine Riesenleistung. "Ein Vorbild an Einsatz und Einstellung", urteilte SG-Coach Marc Siegesmund damals. Der Druck auf die SG ist groß, gegen den MTV muss sich die Mannschaft aus der Krise schießen. "Ich hoffe, dass wir den Hebel umlegen und wieder dahin kommen, wo wir schon waren", meint Siegesmund und gibt die Richtung an: "Wir müssen mit unseren spielerischen Mitteln die Regie übernehmen." Allerdings stellte Siegesmund nicht bei allen Spielern ein Nachdenken fest, trotz vieler Gespräche in den vergangenen Wochen. Das alles ist spätestens beim Anpfiff Makulatur, dann muss die Mannschaft zeigen, wohin sie die SG bringen will. Für Siegesmund ist die Sache klar: "Das müssen wir gewinnen, da beißt die Maus keinen Faden ab." Anwurf: Sonntag, 17 Uhr.

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