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Im Scheller: "Kriegen Schrankenübergestülpt" / Hohnhorst soll sich mit 130 000 Euro beteiligen

Übergang dicht machen oder lieber zahlen?

Hohnhorst (tes). Die Freude der Ratsmitgliederüber die für 2008 geplante Errichtung der lange geforderten Halbschranken am Bahnübergang Hauptstraße (wir berichteten) ist von einer weiteren Ankündigung des Bahnsprechers getrübt worden. Demnach will die Bahn am Bahnübergang in der Verlängerung der Schmiedestraße ebenfalls Halbschranken installi eren.

veröffentlicht am 18.12.2007 um 00:00 Uhr

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Aus Sicht der Gemeinde völlig unnötig. Und zudem teuer: "Bei diesem Übergang läge unser Kostenanteil bei 130 000 Euro", berichtete Bürgermeister Otto Lattwesen. Doch damit nicht genug. Wenn die Gemeinde nicht zustimmt, will die Bahn diese Abkürzung Richtung Haste schließen. "Die Alternativen lauten also: Dicht machen oder zahlen", so der Bürgermeister weiter. Den Bahnübergang zu schließen, dürfte vielen Bürgern nicht gefallen. Der Weg vom Scheller aus Richtung Bundesstraße 442 ist beliebt. Vor allem Radfahrer und Fußgänger wählen diese Strecke, um auf dem schnellsten Weg zum Haster Bahnhof oder zur Kirche zu gelangen. Darüber hinaus dürfen nur landwirtschaftliche Fahrzeuge diesen Weg befahren. Der Bürgermeister: "Erst kämpfen wir jahrelang wie die Löwen für Halbschranken am stark befahrenen Übergang Hauptstraße und an dieser Stelle kriegen wir sie übergestülpt." Laut Lattwesen befindet sich das Vorhaben erst in der Diskussion. Bahnsprecher Jonas Buchholz habe darauf verwiesen, dass die letzteÜberprüfung der Bahnübergänge durch das Bundesamt im Jahr 1969 jetzt erneuert werden musste. Die Resultate überzeugen Lattwesen nicht: "Das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen." Er habe verdeutlicht, dass diese Pläne von Gemeindeseite nicht nachvollziehbar seien. "Wir werden uns dagegen wehren."

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