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Bewaffnetes Duo erbeutet Donnerstagabend 15 000 Euro / Täter entkommen trotz Großfahndung

Überfall auf Volksbank - Großalarm in Hameln

Hameln (ube). Zwei maskierte Räuber haben am Donnerstag um 17.54 Uhr die Volksbank am Hamelner Mertensplatz überfallen - die Täter bedrohten zwei Frauen (42 und 59 Jahre alt) mit Gewehren - und erpressten Geld mit den Worten: "Money, Money!" Danach tauchten die schwarz gekleideten Kriminellen in der Dunkelheit unter. Die automatischen Überwachungskameras haben den Raubüberfall gefilmt.

veröffentlicht am 27.01.2007 um 00:00 Uhr

Das Räuber-Duo verlässt den Tatort. Der Mann hat sich bereits di

Der Zentrale Kriminaldienst schließt nicht aus, das eine Frau an der Tat beteiligt war. "Es könnte wirklich so sein", sagte Kriminalhauptkommissar Frank Keller. Ein Bankräuber zog sich zu früh die Strickmütze vom Kopf. Die Opfer sahen, dass er einen kahl rasierten Kopf und vermutlich eine Narbe hat. Volksbank-Direktor Heinz-Walter Wiedbrauck hat zur Ergreifung der Verbrecher eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat. Am Mertensplatz wimmelte es nach dem Raubüberfall nur so von Fahndern. Fußgänger, auf die die Personenbeschreibung zutraf, wurden überprüft. Polizisten aus nah und fern nahmen Fahrzeugkontrollen vor. Alle verfügbaren Streifenwagen fuhren zu den Ausfallstraßen rund um Hameln, überprüften Autokennzeichen und Insassen im Umkreis von20 Kilometern. Obwohl viele Polizisten in Uniform und in Zivil eingesetzt wurden und Beamte aus drei Landkreisen Ausschau nach den Bankräubern hielten, gelang es den Gesuchten, durch das engmaschige Fahndungsnetz zu schlüpfen. Es war Spur Nummer fünf, die die Fahnder des Zentralen Kriminaldienstes gestern Nachmittag in den Nordosten des Landkreises führte - bei dichtem Schneetreiben fuhren die Ermittler des 2. Fachkommissariats um 16 Uhr zu einem Haus, in dem einer der Volksbank-Räuber vermutet wurde. "Wir sind einem Hinweis aus der Bevölkerung sofort nachgegangen, weil er vielversprechend klang", sagte Einsatzleiter Keller. Der Beschreibung nach konnte es einer der Räuber sein. Deshalb ließ sich der Kriminalhauptkommissar von einem Richter vorsorglich einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes ausstellen. Für alle Fälle. Vor Ort mussten die Ermittler jedoch feststellen: "Der Mann scheidet als Täter aus - er hat keine Glatze mehr." "Die Räuber haben rund 15 000 Euro erbeutet", berichtete Volksbank-Vorstandschef Wiedbrauck. "Mehr Geld hätten sie nicht so einfach bekommen können, denn der Kassentresor lässt sich nur mit Zeitverzögerung öffnen." Wiedbrauck besuchte gestern die Überfallopfer an ihrem Arbeitsplatz.

Räuber eins bedroht die Bankangestellten mit einer Doppelflinte.
  • Räuber eins bedroht die Bankangestellten mit einer Doppelflinte. Räuber zwei hält eine Sporttasche auf (kleines Bild). Ist diese Person eine Frau?
Die Volksbank am Mertensplatz: Kurz nach demÜberfall treffen Pol
  • Die Volksbank am Mertensplatz: Kurz nach demÜberfall treffen Polizisten der Tatort-Gruppe ein. Die Polizei hat die Stadt abgeriegelt und Straßensperren aufgebaut. Foto: ube
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