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Wanderritt mit den Islandpferden vom Blutbachtal über 30 Kilometer im Weserbergland / Ein Reitbericht

Über Stock und Stein nach Deitlevsen geritten

Hessisch Oldendorf. Endlich war es so weit. Jetzt fand der zweite Wanderritt von den Islandpferden vom Blutbachtal aus statt. Als Ziel hatte Dajana Wittrock diesmal den Hof Timm im idyllischen Deitlevsen am Rande der Ottensteiner Hochebene gewählt. Abritt sollte um 10 Uhr am Stall in Hessisch Oldendorf sein. Nachdem die Pferde geputzt und soweit vorhanden mit Satteltaschen ausgerüstet waren, machten sich die zwölf Reiter und Reiterinnen auf den Weg. Zuerst ging es über die Weserbrücke in Fuhlen nach Hemeringen, wo sich zwei weitere Islandfreunde mit ihren Pferden anschlossen. Birgit Brockmann berichtet: „Gemeinsam ritten wir durch die Feldmark Richtung Halvestorf und dort in den Wald. Wir hofften, dass sich das Wetter halten würde, obwohl schon dicke Wolken am Himmel drohten. Auf den guten Waldwegen und mit ortskundiger Begleitung durchritten wir ein großes Waldgebiet, das wir dann in der Nähe der Riepenburg verließen. Unsere Mittagspause verbrachten wir bei Familie Heil auf ihrem Hof in Selxen. Viola erwartete uns mit einem Topf Suppe, Getränken und Obst mit Vanillesauce. Auch unsere Isis genossen die Rast, so dass wir unsere Freunde frisch gestärkt verließen . Viola und Mareike Heil begleiteten uns noch bis Laatzen, und da wir auch über gutes Kartenmaterial verfügten, war die Orientierung auf die weitere Strecke kein Problem. Leider fing es immer wieder an zu regnen, aber wir waren wetterfest ausgerüstet und unseren Isis bekamen die etwas kühleren Temperaturen sowieso besser. Oberhalb von Laatzen hatte man einen phantastischen Blick über den Ohrberg, den Klüt und ganz Hameln bis zum Süntel.

veröffentlicht am 18.08.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Weiter ging es Richtung Gellersen und von dort nach Amelgatzen. Direkt im Ort überquerten wir die Emmer auf einer Brücke. Es gibt dort wohl auch eine Furt, aber das Flüsschen war doch recht tief und wir zogen den sicheren Weg vor. Entlang des Flusses schlängelten wir uns durchs Emmertal bis nach Welsede, und dann hatten wir unser Tagesziel schon fast vor Augen. Nur noch den einen Berg hinauf, durch den Wald und dann – geführter Abstieg zum Zielort.

Alles was wir zur Versorgung unserer Pferde und ihrer Reiter benötigten, wurde uns mit einem Auto nebst Anhänger hinterhergebracht und so konnten wir unsere vierbeinigen Freunde gleich mit Kraftfutter belohnen. Schnell wurden auf einer großen Weide am Hof, wo die zwei Pferde der Hofbesitzer standen, die Paddocks aufgebaut und wir konnten unseren Tieren ihren wohlverdienten Feierabend gönnen. Wir selber richteten uns mit Schlafsack und Isomatte in einem Raum in einem alten Bauernhaus ein. Dann wurde der Grill angeschmissen, und wir verbrachten einen gemütlichen Abend mit unseren Gastgebern. Dabei erfuhren wir auch, dass am 21. und 22. August ein großes Fest auf Timms Hof stattfindet. Es wird ein attraktives, internationales Programm geboten mit Kunsthandwerk, Kultur, einer Oldtimer-Schau sowie der historischen Druckerei der Edition Einstein, die ebenfalls auf Timms Hof untergebracht ist.

Am Morgen sattelten wir nach einem liebevoll servierten Frühstück unsere Islandpferde, die ausgeruht und unternehmungslustig auf uns warteten. Einige Pferde und Reiter wurden getauscht, um möglichst vielen das Erlebnis eines Wanderrittes zu ermöglichen und wir traten den Heimweg an. Bei einigen Reitern machten sich die Strapazen schon bemerkbar, so dass zwischendurch immer mal wieder zu Fuß gegangen wurde. Nach gut drei Stunden kehrten wir erneut bei Heils in Selxen ein. Diesmal gab es Waffeln, Kaffee und andere Erfrischungen.

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Durch Feld und Flur geritten, erlebten die Reiter wunderbare Natureindrücke.

Weiter ging es durch den Riepen, und in Hemeringen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden, um über die Weser den heimatlichen Stall anzusteuern, den wir nach acht Stunden am Abend erreichten. Zweimal 30 Kilometer lagen hinter uns. Alle Reiter waren froh, zwar erschöpft, aber gesund wieder zu Hause zu sein. Unsere vierbeinigen Freunde haben uns tapfer über Stock und Stein getragen, und doch merkte man ihnen an, dass sie sich auf ihr eigenes „Bett“ freuten.“



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