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Brandschutzerzieherin Bärbel Skoruppa wird von Helmut Meier in den Ruhestand verabschiedet

Über 20 Jahre Feuerwehr - jetzt hört "Grisu" auf

Deckbergen (who). "Was tun wenn's brennt?" Diese Frage hat Bärbel Skoruppa in ihren über 20 Jahren als Brandschutzerzieherin der Feuerwehr unzählige Male an Schulklassen gerichtet. Während der letzten Dienstbesprechung der Rintelner Ortsbrandmeister ist "Grisu", wie sie liebevoll in Feuerwehrkreisen genannt wird, von Stadtbrandmeister Helmut Meier in den Ruhestand verabschiedet worden.

veröffentlicht am 09.01.2007 um 00:00 Uhr

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Im Jahr 1973 ging es für Bärbel Skoruppa los, als ihr Ehemann sie überredete, ihn und die Deckberger Jugendfeuerwehr ins Zeltlager an die Nordsee zu begleiten. Zu jener Zeit war Frauen die reguläre Feuerwehrlaufbahn noch untersagt. Als sich die Bestimmungenänderten, hat Bärbel Skoruppa 1982 erfolgreich den Grundlehrgang absolviert und an vielen Fortbildungen teilgenommen. Von 1982 bis 2003 ist sie maßgeblich an der Erstellung der täglichen Lagerzeitungen bei Stadt- und Kreiszeltlagern der Jugendfeuerwehr beteiligt gewesen. Der frühere Kreisbrandmeister Wilfried Sprick aus Uchtdorf hatte "Grisus" Qualitäten schließlich für den Posten als "Kreisbrandschutzerziehungsbeauftragte" erkannt und sie zum Sonderlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Celle geschickt. Und seit 1982 ist sie kreisweit unterwegs gewesen, um Kinder mit der Feuerwehr und Grundbegriffen des Brandschutzes vertraut zu machen. "Allein in Rinteln waren das etwa 300 bis 500 Kinder pro Jahr", schätzt sie. "Bärbel" oder "Grisu" haben die Kleinen die Vollblutfeuerwehrfrau ansprechen dürfen. "Die Kindergartenkinder haben sich auf meinen Schoß gesetzt und sich wohlgefühlt", blickt sie zurück. Berührungsängste hat es wohl nicht gegeben, zeigt ein Beispiel von einem Einsatz im Spielkreis Uchtdorf. Bärbel Skoruppa muss noch heute lachen, wenn sie von der Episode erzählt: "Ein kleiner Junge hat ganz laut geweint, als seine Mutter ihn gebracht hat. Sie hat mir aber versichert, dass er keineAngst vor mir hätte, sondern statt zum Zahnarzttermin zu müssen, unbedingt zu meinem Unterricht kommen wollte." Und auch wie sie die Klassenrüpel stets ohne Probleme zur Ruhe gebracht hat, erzählt sie: "Ich habe sie einfach die Einsatzkleidung anziehen und sie als meine Helfer bei mir vorne stehen lassen, dann waren sie die ganze Zeit konzentriert." Eigentlich hatte Grisu bereits vor zwei Jahren die Altersgrenze für den aktiven Feuerwehrdienst erreicht. Auf Intervention des Rintelner Stadtkommandos hatte sie aber einer Verlängerung zugestimmt. "Aber höchstens zwei Jahre, weil Stadtbrandmeister Helmut Meier und ich uns verabredet hatten, dass wir Ende 2006 zusammen aufhören", erklärt sie. Aus dem gemeinsamen Abschied mit Meier sei allerdings nichts geworden, denn der sei seinerseits von seinem Kommando überredet worden, um ein weiteres Jahr zu verlängern. Und dass es für sie selber so richtig auch noch nicht zu Ende ist, weiß sie ebenfalls. "Denn in Deckbergen bin ich Schriftführerin und das ist eine Funktion, die man auch im Ruhestand noch lange ausüben kann..."



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