weather-image
19°
Fritz und Frank Rubba spenden dem Tierheim 300 Dosen Katzenfutter / Lage entspannt sich langsam

Übeltäter ist der "feline Parvovirose-Virus"

Bückeburg (jp). Eine Spende von weitüber 300 Dosen Katzenfutter haben Fritz und Frank Rubba von den Filmtheaterbetrieben Rubba jetzt dem Bückeburger Tierheim übergeben. Das Katzenfutter war während der Spielzeit des Films "Garfield 2" im Residenz Kinocenter Bückeburg gesammelt worden. Etwa die gleiche Menge kam zeitgleich im Kinocenter Stadthagen zusammen. Dieses Futter wird den Schnurrern im Stadthäger Tierheim zugute kommen.

veröffentlicht am 21.10.2006 um 00:00 Uhr

Monika Hachmeister freut sichüber die Futterspende der "Kino-Brü

"Eine unglaublich tolle Aktion, für die man gar nicht genug Danke sagen kann", befand Monika Hachmeister, Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln. Für das Bückeburger Tierheim konnte die Futterspende zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht gelegener kommen: Auf Grund der vor Kurzem ausgebrochenen Katzeninfektion und der daraufhin verhängten Quarantäne über das Tierheim hatte sich die Finanzsituation des Vereins insgesamt dramatisch zugespitzt (wir berichteten). "Wir haben diese Unterstützung selten so dringend gebraucht wie im Moment", so Monika Hachmeister. Dabei habe sich der Tierschutzverein immer schon auf die Filmtheaterbetriebe Rubba verlassen können: "Wenn wir mal eine Kinokarte für eine Verlosung oder eine Tombola brauchten, haben wir stets offene Türen vorgefunden." Aber auch insgesamt sei die derzeitige Spendenbereitschaft "überwältigend", erklärte Monika Hachmeister. In den vergangenen Tagen seien unzählige Sachspenden, unter anderem Decken und Tücher, im Tierheim abgegeben worden. Arztpraxen hätten sogar Desinfektionsmaterial gespendet. "Die Menschen fühlen und leiden mit uns. Und wenn man dann erlebt, dass Menschen kommen, die selbst kaum etwas haben, und uns trotzdem noch fünf Dosen Katzenfutter bringen, muss man erst einmal heftig schlucken." Bitterlich enttäuscht ist Monika Hachmeister hingegen von den für das Tierheim zuständigen Kommunen: Von denen sei trotz der bekannten Situation nicht einmal ein Telefonanruf gekommen. Inzwischen beginnt sich die Lage im Tierheim langsam wieder zu normalisieren. Als Erreger der verheerenden Katzeninfektion habe sich eine extrem aggressive Variante des felinen Parvovirose-Virus entpuppt. Für Menschen sowie alle anderen Tierarten stellt er keine Gefahr dar. Seit einer Woche sei kein neuer Infektionsfall mehr aufgetreten. Der Zeitpunkt für die Wiedereröffnung des Tierheims steht jedoch noch nicht fest.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare