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Öffentlichkeit sollte mehr auf Fachleute hören

Da soll ein 15-Millionen-Projekt, welches erst vor 16 Jahren gebaut wurde, abgerissen werden, nur weil man sonst darum herumbauen muss. Die Kreativität der Planer sei gefragt, sagt Constantin Grosch von der SPD. Als Vater einer diplomierten Planerin weiß ich, dass diese Leute sehr „kreativ“ arbeiten können.

veröffentlicht am 15.05.2020 um 21:18 Uhr

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Zu: „Bauverzögerungen soll es nicht geben“, vom 9. Mai

Das Gebäude ist veraltet, wenn es denn in Betrieb geht, lässt Herr Ebbecke von den Grünen vermelden und führt gleich den neuen Hauptstadtflughafen an. Selbstverständlich ist es für den CDU-Politiker Siegmund sowieso schon beschlossen, dass dieses Jahr noch abgerissen wird. Sollten wir vielleicht noch einmal die rührige CDU-Politikerin, Frau Buchwitz, wiederauferstehen lassen, die dann den Verantwortlichen zeigt, wo es langgeht?

Es ist dasselbe Geplapper wie in den 60er Jahren, wo vom Krieg komplett erhaltene Altstädte plattgemacht wurden, um Neubauten zu errichten. Hauptnutznießer war seinerzeit der gewerkschaftseigene Baukonzern „Neue Heimat“.

Apropos Gewerkschaft. Ausgerechnet der von mir geschätzte ehemalige Gewerkschaftsfunktionär und Linkenvertreter Peter Kurbjuweit klinkt sich, wenn auch verhalten, in diese Diskussion ein. Einzig der FDP-Abgeordnete Zemlin fragt nach weiteren Kosten. Vielleicht sollte die Öffentlichkeit mehr auf Fachleute – dazu gehören auch Planer und Finanzleute, u. a. der Steuerzahlerbund – als auf Provinzpolitiker bei solch weitreichenden Entscheidungen hören. Oder ist der Abriss dieser neuen Gebäude etwa 2045 schon in Planung?

i, Hameln



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