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Betroffene fordertÄrzte zur besseren Ausübung ihres Dienstes auf / Diensthabender Arzt bis heute nicht gekommen

"Äußerst ärgerliche Erfahrung" mit ärztlichem Notdienst

Bückeburg (rc). Nach "äußerst ärgerlichen und schlechten Erfahrungen" mit dem Notdienst der Bückeburger Ärzte hat Dr. Christel Assmann zu einer besseren Ausübung des Dienstes aufgefordert. Der angerufene diensthabende Arzt sei bis heute nicht gekommen. Außerdem seien die Bandansagen der Ärzte, wer Notdienst hat,oft so undeutlich und/oder schnell gesprochen, dass es besonders für Ältere schwierig sei, alles mitzuhören und zu notieren. "Das muss dringend verbessert werden."

veröffentlicht am 02.06.2007 um 00:00 Uhr

Dr. Christel Assmann, die selbst einst als Zahnärztin in Bückeburg praktiziert hat, bezieht sich auf Vorkommnisse am vorvergangenen Sonnabend. Ihrem schwerkranken und an den Rollstuhl gefesselten Mann ging es so schlecht, dass der Pflegedienst dringend eine Einweisung ins Krankenhaus empfohlen hatte. Auch sie war der Ansicht, dass dringend etwas geschehen müsse: Ihr Mann habe einen akuten Parkinson-Anfall gehabt und sei dehydriert gewesen. Nach Anrufen bei ihren Hausärzten und der Ansage der Nummer des diensthabenden Arztes, habe sie dort angerufen. Er habe versprochen, innerhalb der nächsten dreiviertel Stunde vorbeizukommen, schilderte Dr. Assmann gegenüber unserer Zeitung. Als nach über eineinhalb Stunden der Arzt immer noch nicht erschienen war, habe sie erneut angerufen. Der Arzt habe sich "herausgeredet", die Adresse nicht gefunden zu haben. "Dabei sind wir persönlich bekannt." Sie habe dann dankend auf das Kommen des Arztes verzichtet und zum Glück sehr schnell Hilfe bei ihrem Nachbarn, ebenfalls einem Arzt, gefunden. Er stellte umgehend die notwendige Einweisung für das Krankenhaus Bethel aus. Mit dem Rettungswagen der DRK ging es dann umgehend ins Krankenhaus. Dort wurde dem 94-Jährigen dann schließlich geholfen. Obwohl es auch hier lange Wartezeiten bei der Aufnahme gab, weil an diesem Morgen die Ambulanz des Krankenhauses mit Notfällen völlig ausgelastet gewesen sei. Dr. Assmann: "Auf das Krankenhaus lasse ich nichts kommen."



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