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Um Menschenleben zu retten: Lionsclub ruft Rintelner Bürger zum Spenden auf

Ärzte, Helfer und Sponsoren gesucht: Typisierungsaktion am 31. Mai

Rinteln (wm). Der Lions- Club ruft Rintelner Bürger auf, an einer Typisierungsaktion am Sonnabend, 31. Mai, im "Stadtkater" am Marktplatz teilzunehmen. Zurzeit ist Michael Eggersmann, Kieswerkunternehmer, Lionsclubmitglied und Vorstandsmitglied beim Marketingverein Pro Rinteln, damit beschäftigt, mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register NKR an der Medizinischen Hochschule Hannover diese Aktion zu organisieren.

veröffentlicht am 08.05.2008 um 00:00 Uhr

Bei einer Typisierung werden nur fünf Milliliter Blut entnommen.

Gebraucht werden dafür nämlich nicht nur geeignete Räumlichkeiten - die bereits gefunden sind - sondern auch Ärzte, viele freiwillige Helfer und vor allem auch Sponsoren. 50 Euro kostet jede Typisierung, 5000 Euro hat der Lions-Club dafür bisher im Topf - nicht genug, wie Eggersmann ausgerechnet hat. Zurzeit sind Plakate für die Typisierungsaktion im Druck, außerdem sollen Flyer mit den wichtigsten Informationen über eine Typisierung verteilt werden. Eine Typisierungsaktion ist die Suche nach einem "genetischen Zwilling" bei den Blutstammzellen, Vorläufer der Blutzellen, die sich im Knochenmark von gesunden Menschen befinden. Normalerweise ist das wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, denn selbst bei Geschwistern liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei nur 25 Prozent. Die erste große Typisierungsaktion in Rinteln, die Schlagzeilen machte, fand im Jahr 2001 statt: Damals wurden Spender für den 57-jährigen Jugendwart des SC Deckbergen gesucht, der an Leukämie erkrankt war. Im Sommer 2007 fand eine Typisierungsaktion der evangelischen Kirchengemeinde Krankenhagen statt - für einen 17-Jährigen. Im April 2005 setzte sich sogar Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe für eine Aktion im Bückeburger Schloss ein, gesucht wurde ein Spender für den kleinen Leon aus Schaumburg. Im Januar dieses Jahres gab eine türkische Familie in Stadthagen den Anstoß für eine solche Aktion, nachdem ein Familienmitglied an Leukämie gestorben war. Dann folgten zwei Aktionen in Bückeburg, die letzte Anfang dieses Monats, bei der sich 863 Spender im Palais fünf Milliliter Blut abzapfen ließen - die größte Typisierungsaktion, die im Landkreis stattgefunden hat.



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