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Klosterkammer: Suche kann ein Jahr dauern / Statik der Außenmauer wird untersucht

Äbtissin: Nachfolgesuche nach der Trauerzeit

Obernkirchen (rnk). Die Suche nach einer Nachfolgerin für die verstorbene Altäbtissin Hannelore Kopp wird frühestens in einem Monat beginnen. Das erklärte Dr. Gesa Schönermark von der Klosterkammer Hannover.

veröffentlicht am 30.05.2007 um 00:00 Uhr

Eine neueÄbtissin sucht das Stift erst nach der Trauerzeit, auf

Es gebiete der Respekt, dass man die Stiftsdamen zunächst in Ruhe mit ihrer Trauer allein lässt, sagte die Referentin für Klöster und Stifte auf Anfrage. Das Stift als selbstständige öffentlich-rechtliche Körperschaft müsse zunächst einen Beschluss des Kapitels über eine Neubesetzung des Äbtissinen-Amtes herbeiführen. Einer Wiederbesetzung muss die Präsidentin der Klosterkammer in ihrer Funktion als Landeskommissarin zustimmen. "Das wird aus dem Haus heraus geklärt", erklärt Schönermark. Mit einem entsprechenden Beschluss werde frühestens im Laufe des Sommers gerechnet. Ein möglicher Weg sei es dann, das Amt auszuschreiben. Bewerberinnen wohnen üblicherweise zunächst im Stift, um die Damen des Kapitels, das Amt und die Aufgaben kennen zu lernen. Erst im Anschluss an eine Probephase kann eine Entscheidung fallen. Das könne durchaus ein Jahr dauern, verweist Schönermark auf die Länge des Verfahrens und entsprechende Erfahrungen: "Schließlich muss eine neue Äbtissin eine klare Vorstellung von der Zukunft des Stiftes und dem umfassenden Amt nach innen und außen aufweisen." Außen ist kein schlechtes Stichwort: Schon seit über einem Jahr ist ein Teil der Außenmauer eingestürzt. "Wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben", erklärt Schönermark. Geprüft werden soll dabei die komplette Statik der Mauer. Das Stift als Eigentümerin muss die Kosten der Sanierung tragen, geht dies nicht, würde die Klosterkammer einspringen. Sobald das Gutachten vorliegt, wird die baufällige Mauer saniert.



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