weather-image
25°
Freisprechung der Kreishandwerkerschaft: "Sie haben eine hohe Hürde erfolgreich genommen"

94 junge Schaumburger erhalten Gesellenbriefe

Bückeburg (bus). Begleitet von zahlreichen guten Ratschlägen für ihre weiteren Berufs- und Lebenswege haben gestern 94 junge Frauen und Männer Abschied von ihrer Ausbildungszeit genommen. Die Freisprechungsfeier im großen Saal des Bückeburger Rathauses repräsentierte nach Aussagen des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft, Fritz Pape, einesder besten Prüfungsergebnisse der zurückliegenden zehn Jahre. Festredner Sebastian Edathy beglückwünschte die Jung-Gesellen mit dem Zitat eines griechischen Philosophen: "Bildung ist ein unentreißbares Gut."

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:45 Uhr

Hauke Windheim (v.l.), Sebastian Schneider, Sören Brandt, Daniel

Heutzutage gelte es indes, nicht auf dem erworbenen Bildungsniveau zu verharren. Gefragt sei die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, hob der Bundestagsabgeordnete hervor. Darüber hinaus spiele für das berufliche Vorwärtskommen Flexibilität eine wichtige Rolle. Edathy: "Da wo ich mich schließlich gut aufgehoben fühle, da bin ich gerne bereit, meine Arbeit zu vollbringen." Mit Blickrichtung auf Lehrherren und Obermeister der Kreishandwerkerschaft meinte der Politiker: "Ausbildung ist immer mehr als bloße Vermittlung von Wissen und Inhalt." In der Lehre gehe es auch um die Entwicklung von Persönlichkeiten. Und falls die Ausbildung, im Idealfall in Schule und Betrieb gleichermaßen wie im Elternhaus, gelungen sei, könne man auch mit gelegentlichen Misserfolgen gut umgehen, erläuterte Edathy. "Bei einem guten Fundament werden sie weder Selbstzweifeln noch Selbstgerechtigkeit verfallen." Horst Frensel, der stellvertretende Kreishandwerksmeister, und Kreislehrlingswart Walter Hardekopf schlugen vergleichbare Töne an. "Sie haben eine hohe Hürde erfolgreich genommen, machen Sie sich unentbehrlich", lobte und forderte Frensel die Ex-Azubis. "Freisprechung bedeutet auch, dass sie frei für neue Aufgaben sind", führte Hardekopf aus. Aus dem Kreis der 94 Gesellenbriefempfänger - für die Prüfung Sommer 2007 hatten ursprünglich 110 Kandidaten gemeldet - ragten fünf junge Männer ein wenig heraus, deren Leistungen besondere Würdigung erfuhren. Sonderprämien erhielten Hauke Windheim (Ausbildungsbetrieb Weihmann, Ahnsen; praktisch: sehr gut, theoretisch: gut), Sebastian Schneider (Verbund Sebening/Oheimb, Stadthagen; sehr gut/gut), Sören Brandt (Stelling, Sachsenhagen; sehr gut/sehr gut), Daniel Hohmeier (Hohmeier, Apelern; gut/sehr gut) und Stefan Glammeier (Requardt, Rinteln; gut/sehr gut). Den größten Applaus der bis über den letzten Sitzplatz hinaus "ausverkauften" Veranstaltung heimste unterdessen Fritz Pape ein, der seit nunmehr 25 Jahren die Geschäfte der Kreishandwerkerschaft führt - was in einem Sonderbericht noch ausführlich gewürdigt wird.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare