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Thema des Rintelner Abendgesprächs am 18. April im Nikolai-Gemeindesaal

9100 Mitbürger aus über 120 Staaten im Landkreis Schaumburg zu Hause

Rinteln (rd). Am kommenden Mittwoch, 18. April, um 20 Uhr wird die Reihe der Rintelner Abendgespräche im Gemeindesaal der St.-Nikolai-Kirchengemeinde, Ostertorstraße 1, fortgesetzt. Das Thema diesmal: "Schaumburg ist bunt - Weltoffenheit und Demokratie statt Rassismus und Intoleranz".

veröffentlicht am 12.04.2007 um 00:00 Uhr

Andreas Kühne-Glaser

Wie Superintendent Andreas Kühne-Glaser erläuterte, will man anknüpfen an die Aktion der Arbeiterwohlfahrt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schaumburg und der Volkshochschule im Jahr 2001. Damals war die bundesweit ausgezeichnete Aktion "Schaumburg ist bunt" initiiert worden, ein Slogan, der "bewusst wie die Werbekampagne eines Fremdenverkehrsvereins klang". Die Initiatoren, erinnerte Kühne-Glaser, hätten Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz Farbe entgegen gesetzt: "Für viele noch heute nachvollziehbar, wenn man die letzten Aufmärsche von Rechtsradikalen und deren Propaganda im heimischen Raum verfolgt hat. Der Gegensatz hierzu heißt: bunt und schön. Farbenfrohe Flaggen, verschiedene Hautfarben, vielfältige Meinungen, andere Gerüche und exotisches Essen. Schaumburg ist geprägt durch Vielfalt statt Einfalt." Das soll auch am Mittwochabend nochmals deutlich gemacht werden. Im Landkreis leben heute rund 9100 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit aus über 120 Staaten der Erde. Hauptherkunftsländer sind neben der Türkei und den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens die EU-Länder Italien, Polen und Griechenland. Im Vortrag am 18. April wird Stephan Hartmann, Integrationsberater beim Awo-Kreisverband Schaumburg, die Situation der Zuwanderer im Landkreis Schaumburg beleuchten und den kommunalen Aktionsplan für Weltoffenheit und Demokratie, gegen Rassismus und Intoleranz vorstellen. Der Aktionsplan soll Signale für die Politik und die Verwaltung setzen und als Leitfaden dienen, welche Maßnahmen gegen Rassismus und Intoleranz im Landkreis umgesetzt werden können. Dabei gelte es, so Stephan Hartmann, eineÖffentlichkeit zu schaffen, die durch Weltoffenheit geprägt sei: "Es sollte ein gleichberechtigtes Miteinander der Kulturen und Religionen erreicht werden, indem unterschiedliche Sicht- und Lebensweisen akzeptiert werden und konsequent den Erscheinungen von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus entgegengetreten wird." Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion vorgesehen.



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