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Elterninitiativeübergibt Unterschriften / Olk: "Empfangen Sie mit offenen Armen" / Konzept muss her

901 Nenndorfer wollen Spielplatz im Kurpark

Bad Nenndorf (fox). Großer Bahnhof im Rathaus: Mitglieder der Elterninitiative für einen Kinderspielplatz im Kurpark, haben gemeinsam mit Ratsmitgliedern Bürgermeisterin Gudrun Olk sowie Stadtdirektor Bernd Reese an der Rodenberger Allee aufgesucht, um eine Unterschriftenliste zu übergeben. Insgesamt 901 Nenndorfer sprechen sich darin für die Einrichtung einer solchen Attraktion aus. Reese und Olk nahmen die Liste wohlwollend an.

veröffentlicht am 19.02.2007 um 00:00 Uhr

Wenn sie könnte, würde sie vielleicht auch ein kleines Kreuzchen

Ginge es nach dem Willen zahlreicher Eltern in der Stadt, würde lieber heute als morgen ein Kinderspielplatz im Kurpark errichtet. Jedoch gibt es viele Hürden, die es zuvor zu überwinden gilt. Die höchste davon ist der Denkmalschutz, der den gesamten Kurpark betrifft. "Wir empfangen Sie mit offenen Armen", begrüßte Bürgermeisterin Gudrun Olk die Eltern-Delegation. Sie bat jedoch um Verständnis dafür, dass es derzeit nicht möglich sei, trotz der großen Zahl der Befürworter in der Stadt irgendwelche Zusagen zu geben. Auch unterstrich Olk, dass im Zusammenhang mit Baugebiets-Planungen immer Kinderspielplätze berücksichtigt werden müssen. Derzeit weise Nenndorf etwa 15 bis 20 Spielplätze auf. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass es seit der Übernahme des Parks durch die Stadt vor rund zwei Jahren bereits "gravierende" Änderungen gegeben habe. "Zuvor war der Park in erster Linie Ruhepol für Kurgäste, heute bieten wir dort bereits bei vielen Veranstaltungen Kinderattraktionen an." Im Vorfeld der Unterschriftenaktion hatte es reichlich Tumult um den geforderten Naturspielplatz gegeben, der sich letzten Endes gegen die angeblichenÄußerungen eines Ratsmitgliedes richtete, wonach Kinder im Kurpark nicht erwünscht seien. Darunter zog Olk den Schlussstrich: "Insgesamt sind die Forderungen nach einem Spielplatz im Kurpark von der Kur- und Tourismusgesellschaft als Pächterin und der Stadt als Eigentümerin positiv gewertet worden." Auch lägen bereits Vorschläge für die Umsetzung vor. Ein ortsansässiges Zimmereiunternehmen habe bereits zugesagt, ein Spielhäuschen zu sponsern. Olk und Reese an der Spitze der Stadt wollen die Pläne der Nenndorfer Eltern sowie die der Geschäftsleute, die sich durch einen Spielplatz in exponierter Lage mehr Umsätze erhoffen, nicht versalzen. Um ein Gesamtkonzept "mit Bestand" käme Bad Nenndorf jedoch nicht herum, argumentierte Reese. Die Stadt hat in ihrem Haushalt für die Überplanungdes Kurparks sowie bauliche Veränderungen an Promenade und "Hamburger Dach" 115 000 Euro eingestellt. Es gelte, die Interessen vieler Parteien zu vereinigen, sagte Olk. Unter anderem gibt es außer den Kindern Schachspieler, Bouler, den Denkmalschutz und auch Menschen, die sich einen ruhigen Kurpark-Spaziergang wünschten. Olk will nun Informationen für den Verwaltungsausschuss zusammentragen. Nenndorfs Eltern wollen am Ball bleiben.



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