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Attraktion Schaumburg soll besser vermarktet werden: Gastronomen mit im Boot

900 Jahre Burg Schaumburg - dafür will sich sogar die EU engagieren

Schaumburg (wm). Die Schaumburg mit dem Torhaus und den beiden Gaststätten, dazu die Paschenburg, sind nicht nur Wahrzeichen des Landkreises, sondern auch ein Touristenziel. Jetzt hat sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Landkreises, der Schaumburger Landschaft, der Fürstlichen Hofkammer, des Verkehrs- und Heimatvereins Schaumburg, der Gastronomiebetriebe, der Stadt Rinteln und des Forstamtes zusammengefunden mit dem Ziel, die Schaumburg und ihre nähere Umgebung besser zur vermarkten.

veröffentlicht am 14.11.2008 um 00:00 Uhr

Kurt Deneke (v.l.) hat den "Schaumburger Ritter" 1995 gekauft un

Finanziert und unterstützt wird das Projekt mit Gelder der EU im Rahmen der "Leader"-Förderung. Einen konkreten Anlass dafür gibt es auch: 2010 ist das Jubiläumsjahr "900 Jahre Schaumburg". Bei der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg macht man zurzeit eine Bestandsaufnahme der Schäden an der Burg, die im wahren Sinne des Wortes durch den "Zahn der Zeit" entstanden sind. Christian Fischer, Leiter der Hofkammer, listet auf - noch keineswegs vollständig: Vor allem an den Festungsmauern seien bauliche Maßnahmen notwendig, der Efeubewuchs habe teilweise das Mauerwerk regelrecht gesprengt. Auch am Gefängnisturm müsse etwas gemacht werden. Die Gaststätte auf der Burg soll renoviert und auch in der Ausstattung auf den heutigen technischen Stand gebracht werden. Fischer geht davon aus, dass mit der Renovierung die Dachterrasse - noch im Stil der sechziger Jahre - und die Treppe verschwindet. Über Details werde allerdings noch entschieden. In gutem Zustand sei das Torhaus, das auch vermietet ist. Wie Leader-Manager Heiko Wiebusch erläuterte, gebe es bereits eine Ideensammlung für eine bessere Vermarktung der Schaumburg: So soll eine anschauliche Dokumentation der unterschiedlichen Zeitepochen mit Rekonstruktionszeichnungen der Burg erarbeitet werden. Geplant seien ebenso eine "Erlebnisroute", ein Rundwanderweg mit Infotafelnund die Kennzeichnung der einzelnen Gebäude. Einbezogen in das Konzept wird auch die Gastronomie, die Touristen und Wanderern auf und an der Schaumburg Einkehr bietet. Bereits eine erstklassige Adresse für Gourmets ist der Schaumburger Ritter, den jetzt Stephan und Doreen Kehlenbeck erworben haben. Anlass für Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, dem Paar "zu diesem mutigen unternehmerischen Schritt" zu gratulieren. Der Schaumburger Ritter ist zu Zeiten von Graf Otto II. im Jahr 1444 entstanden und hat schon in dieser Zeit als Gästehaus für gräfliche Beamte und Diener und nicht zuletzt als Einkehrhaus für die Bewohner des Amtes Schaumburg gedient. Den Schaumburger Ritter haben Stephan Kehlenbeck als gelernter Koch und seine Ehefrau als Restaurantfachfrau und Hotelbetriebswirtin 2006 zunächst als Pächter übernommen - jetzt sind sie Eigentümer.



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