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Angebot startet am 6. November

80 Schüler wollen in die offene Ganztagsschule

Bückeburg (rc). Die offene Ganztagsschule an der Grundschule Am Harrl wird am Montag, 6. November, und damit eine Woche nach dem Ende der Herbstferien, an den Start gehen. 70 verbindliche Anmeldungen liegen vor, wie Rektor Wolfgang Voss in einer Sitzung des Schulausschusses mitteilte. Er rechne allerdings mit etwa 80 Schülern, die das Angebot wahrnehmen werden.

veröffentlicht am 13.10.2006 um 00:00 Uhr

"Wir sindüberrascht von der hohen Anzahl der Anmeldungen", sagte Voss weiter. Die Anmeldungen zeigten, dass es eine gute, ausgewogenen "Mischung" aller sozialen Schichten der Stadt sei. "Dies zeigt, dass es überall einen hohen Bedarf gibt." 60 Prozent der Anmeldungen kommen übrigens aus den Klassen 1 und2, die restlichen 40 aus den 3. und 4. Klassen. Die offene Ganztagsschule wird montags bis donnerstags von acht bis 15.30 Uhr angeboten und schöpft damit den gesetzlich zulässigen Zeitrahmen aus. Das Mittagessen wird zum Preis von zwei Euro je Mahlzeit von der Küche des Krankenhauses Bethel geliefert. Sechs ausgebildete Erzieherinnen werden sich um die Kinder kümmern, Räume, besonders auch kleinere, stehen genügend zur Verfügung. Keine Gruppe soll größer als 13 Kinder sein. Als Kooperationspartner konnten bisher der Hockeyclub und die Musikschule Schaumburger Märchensänger gewonnen werden. Um Kindern zu helfen, die eine besondere Herausforderung für die Schule sind, sollen Förderangebote und therapeutische Angebote eingerichtet werden. Im Ausschuss wurde der Bericht des Rektors positiv aufgenommen. "Es freut mich, dass das Projekt steht, wir können stolz sein", sagte die Ausschussvorsitzende Gerda Wöbking (CDU). Amtsleiter Siegfried Demjanenko hatte ein dickes Lob für das Organisationsteam parat: "Hier hat man sich mit hohem persönlichen Aufwand und Engagement gekümmert." Die gewonnenen Erfahrungen könnten den anderen Grundschulen der Stadt zugute kommen. Ab November laufen Einzelgespräche mit jeder Schule, um einen inhaltlichen und zeitlichen Perspektivplan zur dortigen Einführung der Ganztagsschule zu entwickeln. Generelle Kritik gab es an Land und Bund, die aufgefordert wurden, sich um finanzielle Ausstattung der Kommunen zu kümmern. Das Angebot finanziert die Stadt derzeit noch aus eigenen Mitteln. Dirka Rödenbeck, Rektorin der Graf-Wilhelm-Schule: "Eigentlich ist das jetzt entwickelte Angebot Augenwischerei und eine Betreuungsschule - keine Ganztagsschule."

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