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Deckbergens Feuerwehr feiert Geburtstag / 28 Einsätze in 2006

80 Jahre alt - und fit wie ein Turnschuh

Deckbergen (who). Die Ortsfeuerwehr Deckbergen wird am 29. September ihren 80. Geburtstag feiern und in Zusammenhang damit die Rintelner Stadtwettbewerbe der Feuerwehren ausrichten. Bei rund 2000 Dienststunden im Jahr 2000, davon 500 bei allein 28 Einsätzen, hat sie bewiesen, wie fit sie trotz ihres Alters ist.

veröffentlicht am 28.03.2007 um 00:00 Uhr

Bärbel Skoruppa

Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier hat die Jahreshauptversammlung seiner Ortsfeuerwehr genutzt, um grundsätzlich auf Sicherheitsaspekte im Einsatzgeschehen der Feuerwehren hinzuweisen. Beispiel: Moderne Baumaterialien bedingen Probleme, die es früher nicht gegeben hat. So würde heutiges Sicherheitsglas bei Bränden erst sehr spät bersten und den Hitzestau entweichen lassen. Gefährliche Durchzündungen könnten die Folge sein. Angesichts heutiger Herausforderungen seien aufwändige Schutzkleidung und Sicherheitseinrichtungen sowie besondere technische Ausstattung wie das schwere Rettungsgerät für den Einsatz nach Verkehrsunfällen nötig, das die Ortsfeuerwehr im Vorjahr erhalten habe. Dass die Feuerwehr auf Selbsthilfe setzt, zeigte Bredemeier anhand der Notfallwerkzeugtaschen, die jetzt für die Atemschutzgeräteträger angeschafft wurden. Inhalt: nützliche Helfer wie eine Schere zum Durchtrennen von Draht, ein Gurt zum Abschleppen von Verletzten sowie Holzkeile zum Offenhalten von Türen. Bredemeier weiter: Insgesamt arbeite die Wehr daran, Aspekte der Selbst- und Kameradenhilfe in die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger einfließen zu lassen. Darüber hinaus sei es "erforderlich, ein stadtweit gültiges Einsatzkonzept zu diesem Thema zu entwickeln". Da sich Deckbergens Feuerwehr die Ehrungen ihrer Jubilare für die Geburtstagsfeier am 29. September aufspart, gab es zur Hauptversammlung nur drei Beförderungen. Dabei wurde Janine Kretschmar zur Feuerwehrfrau und Marko Simon zum Feuerwehrmann. Christoph Wanagautzki rückte zum Oberfeuerwehrmann auf und durfte sich gleichzeitig zum "Feuerwehrmann des Jahres 2006" küren lassen. Darüber hinaus hatte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz für Bärbel Skoruppa ein besonders Dankeschön-Präsent mitgebracht für ihr Engagement als Brandschutzerziehungsbeauftragte an Kindergärten und Grundschulen, das sie zum Jahreswechsel beendet hatte. In seinem Grußwort hatte Rintelns Bürgermeister zuvor bei seinem letzten Besuch einer Hauptversammlung deutlich gesagt, "dass ich ein bekennender Anhänger unserer 18 Rintelner Ortsfeuerwehren bin". Dazu kam noch einmal die Darstellung der laufenden jährlichen Aufwändungen der Stadt Rinteln für den Feuerschutz mit einer Gesamtsumme von über einer Million Euro von ihm.

Marko Simon und Janine Kretschmar wurden zum ersten Mal beförder
  • Marko Simon und Janine Kretschmar wurden zum ersten Mal befördert Christoph Wanagautzki (v.l.) rückte auf zum Oberfeuerwehrmann und ist "Feuerwehrmann des Jahres" 2006. Fotos: who

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